Nun darf Michael Köllner im Spiel gegen den Halleschen FC doch nicht ins Stadion. Die Stadt Halle hat dem Cheftrainer der Löwen den Zutritt untersagt.
„Ich schließe mich DFL-Chef Christian Seifert an: Wir müssen aufpassen, dass aus dem „Team Vorsicht“ nicht das „Team Weltfremd“ wird“, so Günther Gorenzel, Geschäftsführer Sport der Löwen. Der Verein akzeptiert zwar die Entscheidung der Stadt Halle, jedoch „nur unter großer Missbilligung. Wir haben auch in der letzten Saison, als das Grünwalder leer blieb, nie lamentiert, uns beschwert oder Bewertungen und Entscheidungen gesundheitspolitischer Instanzen in Frage gestellt.“
Fairer Wettbewerb noch gegeben?
Jedoch muss man sich jetzt „die Frage stellen, ob das etwas mit fairem Wettbewerb zu tun hat oder ob hier nur aus einer Zwangslage ein Vorteil kreiert werden soll. Wenn künftig lokale Politiker und gesundheitspolitische Instanzen direkt in den sportlichen Wettbewerb eingreifen, haben wir im deutschen Profifußball in dieser Spielzeit noch mit vielen Entscheidungen am grünen Tisch zu rechnen und nicht, wie es sein sollte, am grünen Rasen. Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass die Mannschaft genau dort, auf dem Platz, morgen die richtige Antwort geben wird“, zeigt sich Gorenzel sichtlich verärgert.
Nach einem positiven Corona-Test am Mittwoch, hatte das örtliche Gesundheitsamt in München für alle nicht geimpften Spieler sowie für den Cheftrainer Michael Köllner zunächst eine Quarantäne angeordnet, diese für Köllner jedoch am Freitag unter strengsten Auflagen wieder gelockert. Vorausgesetzt ein negativer PCR-Test, hätte der 51-Jährige mit einer FFP2-Maske seine Mannschaft von der Seitenlinie coachen dürfen. Die Anfahrt, sowie die Abreise aus Halle, dürfe lediglich nur mit dem eigenen PKW angetreten werden. Nun jedoch die Kehrtwende, Michael Köllner muss das Spiel von zuhause aus mitverfolgen.



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