Das Spiel vergangene Woche in Bayreuth ist auch heute, knapp eine Woche nach den Randalen, immer noch ein Thema. Nach dem bereits erste Maßnahmen getroffen wurden, wird wohl eine weitere sein, dass man künftig auf Auswärtstickets verzichtet
„Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung für das, was dort passiert ist„, so Jürgen Wehlend, Geschäftsführer der SGD, am Freitagnachmittag. Um die Vorfälle in Bayreuth aufzuklären, wolle man alles dafür tun. „Alle wahren Fans der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden, die am Spieltag vor Ort waren und sachdienliche Hinweise zu den gewalttätigen Ausschreitungen oder sonstigen strafrechtlich relevanten Szenen geben können, sind dazu aufgerufen, sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 zu melden„, heißt es in einem Aufruf auf der Webseite der Dresdner. Das es vor dem Spiel gegen Bayreuth vergangene Woche so eskalieren würde, damit hatte wohl niemand gerechnet.
Verantwortlichen greifen durch
Die ersten Konsequenzen wurden bereits getroffen. Während die Ultras von Dynamo Dresden die Sonderzugfahrt zum 70-Jährigen Vereinsjubiläum mit sofortiger Wirkung eingestellt haben, so wurde vom Verein am Mittwoch bereits beschlossen, für das Auswärtsspiel in Essen am 15. Oktober keinen freien Kartenverkauf mehr anzubieten. Doch werden künftig überhaupt noch Auswärtssticket in den Verkauf gehen oder war es die letzte Auswärtsfahrt vorerst? „Vieles spricht dafür, dass wir ohne Fans nach Mannheim (29. Oktober) und Wiesbaden (8. November) fahren werden.“
Eine endgültige Entscheidung darüber soll zusammen mit der Fanszene am Dienstag gefallen werden. „Es wird keine demokratische Entscheidung geben, weil es unsere Verantwortung ist„, heißt es weiter. Künftig wird als weitere Konsequenz außerdem die Installation von neuen Fangnetzen im Rudolf-Harbig-Stadion angebracht werden, welche dann bis unter das Tribünendach gehen werden.
