Die neue Flutlichtanlage im Carl-Benz-Stadion wird nicht rechtzeitig zum Saisonstart fertig, sollte der SV Waldhof im Sommer den ersehnten Aufstieg schaffen.
Dies könnte zu einem Problem werden, da in den Profiligen auch tagsüber eine volle Beleuchtung vorgeschrieben ist und die TV-Einnahmen für fast alle Vereine die Haupteinnahmequelle darstellen. Für den SV Waldhof könnte dies bedeuten, dass im Falle des Aufstiegs einige Heimspiele ohne Flutlicht ausgetragen werden müssten. Dies würde mit großer Wahrscheinlichkeit nicht genehmigt werden. Die neue Flutlichtanlage wird mit modernen LED-Lampen ausgestattet, allerdings wurden die Anforderungen des DFB für die 3. und 2. Liga verschärft, so dass die Stadt die Anforderungen neu definieren und die Anlage neu ausschreiben musste.
Die Kosten für eine neue Flutlichtanlage und andere notwendige Sofortmaßnahmen wurden von der Stadt auf 7 Millionen Euro geschätzt, wobei im Falle eines Aufstiegs wahrscheinlich weitere Kosten zustande kommen. Laut einem Gutachten vom Juni letzten Jahres wären selbst bei einem Verbleib in der 3. Liga weitere 22 Millionen Euro notwendig, bei einem Aufstieg in die 2. Liga 49 Millionen Euro und bei einem Aufstieg in die 1. Bundesliga stolze 61 Millionen Euro.
Neubau eines Stadions als Lösung
Angesichts dieser Zahlen wurde die Diskussion über einen Neubau des Stadions wieder aufgenommen. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der Stadt wurde gebildet, um Alternativen zu prüfen. Aktueller Stand ist, dass neben zwei möglichen Alternativstandorten auch ein Umbau des Carl-Benz-Stadions geprüft wird. Dabei könnten auch die von der Spielbetriebs-GmbH gewünschten Logen geschaffen werden. Markus Kompp, Geschäftsführer des SV Waldhof, sagte auf Anfrage des „Mannheimer Morgen“: „Wir hoffen, dass wir nun nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit auch bei der Beleuchtung stärker eingebunden werden.“
Schaffung von Barrierefreiheit und Erneuerung der Stromversorgung
Neben der neuen Flutlichtanlage gibt es weitere Sofortmaßnahmen, die umgesetzt werden müssen. So sollen neue Bereiche für Rollstuhlfahrer geschaffen und die Stromversorgung erneuert werden. Laut Uwe Kaliske, Leiter des Fachbereichs Sport und Freizeit der Stadt Mannheim, sind beide Projekte derzeit in Planung. Welche zusätzlichen Kosten im Falle eines Aufstiegs auf den Verein zukommen, ist noch unklar. Zumindest für das erste Jahr könne man aber mit Ausnahmegenehmigungen auskommen.


