Das DFB-Pokalduell zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern erhält neben seiner sportlichen Bedeutung auch eine gesellschaftliche Dimension. Die beim Heimspiel gesammelte Becherspende kommt der Robert-Enke-Stiftung zugute. Rund um die Partie soll zugleich das Bewusstsein für Depressionen und psychische Erkrankungen geschärft werden.
Aufklärung vor dem Stadionbesuch
Die Robert-Enke-Stiftung wird am Freitag mit einem eigenen Informationsstand vor der Südtribüne des Carl-Benz-Stadions vertreten sein. Dort können sich Besucher über Depressionen, den Umgang mit der Erkrankung und die Bedeutung professioneller Unterstützung informieren. Damit nutzt der SV Waldhof die große Aufmerksamkeit rund um das Pokalspiel, um ein Thema in den Mittelpunkt zu rücken, das im Leistungssport ebenso relevant ist wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft. Die Partie der ersten DFB-Pokalrunde wird am 21. August 2026 um 18 Uhr angepfiffen.
Becherspende geht an die Robert-Enke-Stiftung
Auch die Becherspendenaktion des Spieltags steht im Zeichen der mentalen Gesundheit. Das dabei zusammenkommende Geld ist für die Arbeit der Robert-Enke-Stiftung bestimmt. Fans können auf diese Weise unmittelbar zur Unterstützung ihrer Projekte beitragen. Im Mittelpunkt der Stiftung stehen die Aufklärung über Depressionen, die Weiterentwicklung von Behandlungsmöglichkeiten und die Förderung wissenschaftlicher Forschung. Ein besonderes Anliegen ist es, bestehende Vorurteile abzubauen. Depressionen sollen als ernst zu nehmende und behandelbare Erkrankung verstanden werden, nicht als persönliches Versagen oder mangelnde Stärke.
Entstanden aus dem Vermächtnis Robert Enkes
Gegründet wurde die Robert-Enke-Stiftung am 15. Januar 2010 vom Deutschen Fußball-Bund, der DFL und Hannover 96. Vorausgegangen war der Tod des früheren Nationaltorhüters Robert Enke, der an Depressionen erkrankt war. Seitdem setzt sich die Organisation dafür ein, psychische Erkrankungen stärker aus der Tabuzone zu holen. Betroffene sollen ermutigt werden, offen über ihre Situation zu sprechen und sich ohne Angst vor Abwertung Unterstützung zu suchen. Teresa Enke hat diese Arbeit und den Gedanken der Enttabuisierung maßgeblich geprägt.
Mit der Aktion verbindet der SV Waldhof das sportliche Highlight gegen Kaiserslautern mit einer klaren Botschaft: Der Fußball kann seine öffentliche Reichweite nutzen, um Aufmerksamkeit zu schaffen, Vorurteile abzubauen und wichtige gesellschaftliche Arbeit zu unterstützen.


