Nachdem es beim gestrigen Pokalspiel zwischen dem 1. FC Bocholt und Rot-Weiss Essen im Gästeblock zu rassistischen Beleidigungen gegen die eigenen Spieler gekommen ist, distanziert sich der Verein von diesen Vorfällen und verurteilt diese auf das Schärfste.
RWE hat gestern durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Bocholt das Finale des Niederrheinpokals erreicht und damit die Chance, im nächsten Jahr im DFB-Pokal zu spielen. Bei aller Freude über den Finaleinzug war die Art und Weise des Zustandekommens alles andere als zufriedenstellend. Während des Spiels kam es im Gästeblock zu einigen Szenen, die der RWE-Mannschaft zu schaffen machten. Es gab deutlich vernehmbare und üble Beleidigungen gegen einige Spieler von RWE, die zudem rassistisch waren. Solche Äußerungen haben in keinem Fußballstadion der Welt etwas zu suchen und dürfen nicht toleriert werden.
Solidarität gegen diskriminierende Äußerungen im Fußball: Gemeinsam gegen Rassismus
Egal ob die Opfer Spieler von RWE oder des Gegners sind oder als Schiedsrichter auf dem Platz stehen – Rassismus hat im Fußball keinen Platz und muss bekämpft werden. „Auf die Leute, die meinen, andere Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft beleidigen und diskriminieren zu müssen, haben wir keinen Bock! Wir werden nicht länger zusehen, Rassismus darf keinen Platz haben„, heißt es in einer Stellungnahme des Drittligisten. Um die Täter zu identifizieren und aus unseren Reihen auszuschließen, benötigt es nun die Unterstützung der Fans.
„Solltet Ihr rassistische Äußerungen hören, wendet Euch an unseren Ordnungsdienst, den wir für diese Aufgabe noch einmal sensibilisiert haben. Werdet aktiv und steht auf gegen Rassismus! Ihr könnt euch unserer vollen Solidarität sicher sein! Gemeinsam sind wir stärker als rassistische Idioten!“ Bereits im Oktober hatte Essen 76 Stadionverbote ausgesprochen. Nun muss man sich erneut mit den eigenen Anhänger auseinandersetzen.


