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Ausschreitungen nach Fortuna gegen Aachen: Fans prügeln sich im Innenraum

Die Rückkehr von Fortuna Köln auf die Drittliga-Bühne ist von gewalttätigen Szenen überschattet worden. Nach dem 1:1 gegen Alemannia Aachen gerieten Anhänger beider Vereine im Innenraum des Südstadions aneinander. Ein in den sozialen Netzwerken verbreitetes Video zeigt mehrere Beteiligte bei einer handfesten Auseinandersetzung.

Ausschreitungen zwischen Fanblock und Spielfeld

Die Aufnahmen, die am Samstagabend die Runde machten, zeigen eine Gruppe teilweise vermummter Personen zwischen der Werbebande und dem Zuschauerbereich. Anhänger aus beiden Lagern gehen aufeinander los und schlagen aufeinander ein. Während der Auseinandersetzung bleiben zahlreiche Zuschauer auf den Rängen. Auch zwei Ordner sind in dem Video zu erkennen: Einer entfernt sich von der Stelle, ein weiterer greift zunächst nicht in das Geschehen ein. Wie die Situation entstand und ob es Verletzte gab, geht aus den Aufnahmen nicht hervor.

Für das Kölner Südstadion sind derartige Bilder keine Premiere. Bereits beim Halbfinale des Mittelrheinpokals zwischen Fortuna und Alemannia in der vergangenen Saison war es im Innenraum zu Zusammenstößen gekommen.

Fortuna erkämpft ersten Saisonpunkt

Sportlich hatte der Nachmittag für den Aufsteiger eine besondere Bedeutung. Vor etwas mehr als 8.600  Zuschauern absolvierte Fortuna Köln das erste Drittliga-Heimspiel seit sieben Jahren und holte nach einem frühen Rückstand noch einen Punkt. Aachen ging in der elften Minute in Führung. Mehdi Loune verwandelte einen Foulelfmeter, den Romeo Aigbekaen verursacht hatte. Wenig später änderte sich die Ausgangslage jedoch deutlich: Loune sah nach 23 Minuten Gelb-Rot und ließ die Alemannia für den Rest der Begegnung in Unterzahl zurück.

Fortuna erhöhte nach der Pause den Druck, konnte den personellen Vorteil aber nur teilweise nutzen. Ausgerechnet Aigbekaen sorgte in der 60. Minute für den Ausgleich und machte damit seinen Fehler aus der Anfangsphase wett. Zum vollständigen Comeback reichte es für die Mannschaft von Trainer Matthias Mink nicht mehr.

Unterschiedliche Sicht auf das Ergebnis

Mink bewertete den Auftritt seines Teams grundsätzlich positiv, haderte jedoch mit der Ausbeute. Bei MagentaSport erklärte der Fortuna-Trainer, mit der Art und Weise könne man „mehr als zufrieden“ sein. Das Ergebnis entspreche dagegen nicht den Vorstellungen. Aachens Trainer Mersad Selimbegovic beschäftigte vor allem der Platzverweis. Nach seiner Darstellung hätte die entscheidende Situation gar nicht entstehen dürfen, weil seiner Mannschaft zuvor ein Einwurf zugestanden hätte. Die Schiedsrichter hätten diesen Moment aus seiner Sicht falsch bewertet.

Damit endete ein sportlich intensiver Nachmittag mit geteilten Punkten. In Erinnerung bleiben dürfte allerdings zunächst weniger der erste Kölner Drittliga-Heimauftritt seit sieben Jahren als vielmehr die Auseinandersetzung nach dem Abpfiff. Für beide Vereine stellt sich nun die Frage, welche Konsequenzen aus den erneuten Vorfällen im Südstadion gezogen werden.