In einem Interview mit der BILD-Zeitung hat sich der Präsident des TSV 1860 München, Robert Reisinger, nach längerer Abstinenz wieder zu Wort gemeldet und verschiedene Aspekte des Vereins kritisiert. Daraufhin meldete sich der Aufsichtsratsvorsitzende Saki Stimoniaris, ebenfalls ehemaliger VW-Aufsichtsrat und für Investor Hasan Ismaik tätig, nun zu Wort.
Stimoniaris zeigte sich enttäuscht über Reisingers Äußerungen und sagt gegenüber der „Bild„: „Es wurden Äußerungen getroffen, die so nicht korrekt sind. Das ärgert mich sehr!“ Er wies darauf hin, dass die Vorwürfe bezüglich der Verzögerung der Gespräche zur Besetzung der Position des Sportdirektors nicht korrekt seien. „Sowohl ich als auch die beiden Vizepräsidenten Hans Sitzberger und Heinz Schmitt haben die Einladung der Geschäftsführung zu den Gesprächen wahrgenommen. Wenn man aber mit Abwesenheit und Urlaub glänzt, darf man sich nicht über diejenigen ärgern, die alle Termine wahrnehmen. Wir haben nichts blockiert.“
Stimoniaris kritisiert eigenmächtiges Handeln von Reisinger im Horst Heldt Deal
Zum geplatzten Deal mit Ex-Spieler Horst Heldt erklärte Stimoniaris, dass Reisinger eigenmächtig gehandelt habe und sie erst am Ende des Prozesses informiert worden seien. „Er hatte niemanden abgeholt. Ich habe erst davon erfahren, als alles bereits erledigt war. Ein Alleingang funktioniert aber einfach nicht. Wir wurden erst zum Ende des Prozesses eingebunden.“ Er betonte, dass weder er noch Investor Hasan Ismaik oder Heldt selbst die Absage veranlasst hätten und der Beirat das letzte Wort bei der Auswahl eines Geschäftsführers habe.
Zu den Gerüchten um Thomas Hitzlsperger als weiteren Kandidaten für den Posten des Sportdirektors sagte Stimoniaris, dass er darüber keine Informationen habe und dass solche Dinge intern besprochen und nicht über die Medien verbreitet werden sollten. Zur Kritik an Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer verteidigte Stimoniaris dessen Leistungen und sagt: „Dafür habe ich kein Verständnis. Wie kann man den Geschäftsführer öffentlich infrage stellen? Er hat das finanzielle Defizit stark gesenkt und viele neue Sponsoren für uns gewonnen.“



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