Der Drittligist Rot-Weiss Essen erlebt derzeit eine beeindruckende Phase in der Saison. Nach 14 Spielen in der 3. Liga hat sich die Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte etabliert, was zu Beginn der Saison kaum für möglich gehalten wurde. Die Gründe dafür liegen aber auf der Hand.
Im Vergleich zur Vorsaison, in der RWE bis zum vorletzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen musste, hat sich die Mannschaft deutlich gesteigert, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Mit vier Siegen in Folge, darunter gegen starke Gegner wie Arminia Bielefeld (2:1), im Ruhrpott-Derby gegen den MSV Duisburg (1:2) oder auch gegen den 1. FC Saarbrücken, der erst kürzlich den deutschen Rekordmeister aus dem DFB-Pokal warf, befindet sich die Mannschaft im Aufwind. Rot-Weiss Essen zeichnete sich in der vergangenen Saison häufig durch eine defensiv ausgerichtete Spielweise aus, was sich auch im Torverhältnis widerspiegelte. Mit nur 43 geschossenen Toren in der Saison 2021/22 stellte man die drittschlechteste Offensive der Liga.
Fans tragen maßgeblich zum Erfolg bei
Das hat sich in dieser Saison stark geändert, denn RWE ist in vielen Spielen spielerisch überlegen und tritt dominanter auf. Auch Trainer Christoph Dabrowski, der in der Vergangenheit von den Fans kritisiert wurde, hat sich weiterentwickelt. Er setzt nun vermehrt auf junge Spieler. Die drei Neuzugänge Lucas Brumme, Vinko Sapina und Marvin Obuz haben sich ebenfalls als Verstärkungen erwiesen. Sie tragen dazu bei, dass die Mannschaft in dieser Saison so erfolgreich ist. Ein wohl ganz großer Faktor dürften für den Erfolg aber auch die Fans spielen. RWE verzeichnet im Schnitt 17.254 Zuschauer bei seinen Heimspielen. Lediglich der Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden haben höhere Zuschauerzahlen.
Am Sonntag geht es vor heimischem Publikum gegen die derzeit kriselnden Mannheimer, die seit sechs Spielen ohne Sieg sind. Die Favoritenrolle ist klar vergeben, Rot-Weiss Essen geht mit breiter Brust in die Partie und will mit dem nächsten Saisonsieg weiter auf der Euphoriewelle schwimmen.


