Anfang Februar musste Markus Kompp seinen Posten als Geschäftsführer des SV Waldhof Mannheim räumen – ein Schritt, der nach gescheiterten Verhandlungen über eine einvernehmliche Vertragsauflösung nun möglicherweise gerichtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen wird.
Bereits seit Dezember 2023 war klar, dass Kompp beim abstiegsbedrohten Drittligisten keine Zukunft mehr haben würde. Bereits vor den Feiertagen hatte der Aufsichtsrat angekündigt, Kompps bis Juni 2025 laufenden Vertrag nicht zu verlängern und über eine vorzeitige Auflösung zu verhandeln. Am 5. Februar wurde er schließlich ohne die üblichen lobenden Worte und Zukunftswünsche von seinen Aufgaben entbunden. Nach Informationen des „Mannheimer MorgenMannheimer Morgen“, den erfolglosen Versuchen, sich gütlich über die Bedingungen der Vertragsauflösung zu einigen, erhielt Kompp die Kündigung, gegen die er nun rechtliche Schritte erwägt. Dies könnte den SV Waldhof in eine unangenehme Situation bringen, ähnlich wie die Kontroverse um den ehemaligen Sportdirektor Jochen Kientz, die schließlich vor Gericht endete.
Die Auseinandersetzung um Kompps Abfindung beim SV Waldhof Mannheim
Das Landgericht Mannheim könnte bald Schauplatz der Verhandlungen zwischen Kompp und dem Verein werden, da solche Fälle in der Regel vor Zivilgerichten verhandelt werden. Kompp verlor das Vertrauen des Präsidenten Bernd Beetz und der Fans, insbesondere nach einer Mitgliederversammlung Ende November 2023, auf der er heftig kritisiert wurde. Unter seiner Führung wurde keine klare Sponsoringstrategie entwickelt und die Schulden des Vereins stiegen deutlich an. Im Zentrum der aktuellen juristischen Auseinandersetzungen steht der Streit um Kompps Abfindung, die aufgrund seines Gehalts und möglicher Bonuszahlungen erheblich ausfallen könnte.
Inzwischen übernehmen Tim Schork und Jennifer Schäfer kommissarisch Kompps Aufgaben, während sich der Verein Zeit lässt, einen Nachfolger zu finden. Angesichts des drohenden sportlichen Abstiegs steht der SV Waldhof Mannheim vor der Herausforderung, seine Führungsebene im Sommer möglicherweise komplett neu aufstellen zu müssen.


