Im Freitagsspiel des SV Waldhof Mannheim gegen Arminia Bielefeld (1:0) stand überraschend nicht Lucien Hawryluk, sondern Omer Hanin zwischen den Pfosten. Es war der unerwartete erste Einsatz für Hanin mit Aussicht auf einen Stammplatz im Tor.
Kurzfristig nach der Verletzung von Torhüter Jan-Christoph Bartels Ende Januar ins Team gerückt, hatte Hanin seit seinem Wechsel vom FSV Frankfurt im vergangenen Sommer eine halbjährige vereinslose Zeit hinter sich. Ursprünglich als Ersatzmann eingeplant, wurde er gegen Bielefeld überraschend als Stammtorhüter aufgestellt, während Hawryluk sogar aus dem Kader gestrichen wurde. Trainer Marco Antwerpen machte auf der anschließenden Pressekonferenz deutlich, dass das Leistungsprinzip und die Notwendigkeit der vollen Konzentration jedes Spielers notwendig ist und sah in Hanin den derzeit stärkeren Beitrag zur Mannschaft. Trotz früherer Fehler Hawryluks gegen Ulm und Köln waren diese nicht ausschlaggebend für seine Nichtberücksichtigung. „Wir hatten den Eindruck, dass Omer uns im Moment auf dem Platz mehr bringt„, begründet Antwerpen seine Entscheidung.
Hervorragende Paraden
Hanin selbst hatte seine Nominierung geahnt: „Ich habe im Training hart gearbeitet und wusste, dass ich meine Chance nutzen muss, wenn sie kommt. Jetzt freue ich mich natürlich, dass das geklappt hat und ich der Mannschaft helfen konnte“, drückte er gegenüber dem „Mannheimer Morgen“ seine Freude und Dankbarkeit aus. Vor allem in der ersten Halbzeit bewahrte er die Mannschaft vor einem Rückstand. Obwohl noch nicht endgültig entschieden ist, ob Hanin als Stammtorhüter weitermacht, zeigt er sich motiviert und bereit, diese Rolle zu übernehmen. „Ich würde auf jeden Fall gerne weiterspielen„, so Hanin.


