Am Freitagabend triumphierte der SV Waldhof Mannheim in einem nervenaufreibenden Duell der 3. Liga gegen Arminia Bielefeld. Marco Antwerpen, Cheftrainer des SV Waldhof Mannheim, hob vor allem die Stimmung im Stadion hervor, die er in dieser Form noch nicht erlebt habe.
Im knallharten Abstiegskampf, wo es um die Existenzberechtigung im Profifußball geht, gibt es immer wieder unerwartete heroische Momente. Ein solcher Moment ereignete sich im Carl-Benz-Stadion, als Mannheim in einem knappen Spiel Bielefeld mit 1:0 besiegte. Die Mannheimer Fans empfingen ihre Mannschaft mit einer beeindruckenden Choreographie unter dem Motto „Waldhof gibt nie auf“, ein Motto, das die Spieler auf dem Platz mit Leben füllten. Trotz früher Bielefelder Chancen gingen die Hausherren in der 32. Minute durch Luca Bolay in Führung, der Samuel Abifade mustergültig bediente. Abifades zweiter Saisontreffer brachte die Stimmung im Stadion zum Überkochen, und der Jubel ließ kurzzeitig vergessen, dass es gegen den Abstieg ging.
Vor 14.212 Zuschauern entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem die Gäste aus Bielefeld viele Chancen ungenutzt ließen. „Das Spiel war genau so hart und kampfbetont, wie wir es erwartet hatten. Wir sind nur schwer ins Spiel gekommen“, gestand Waldhof-Trainer Marco Antwerpen, der gleichzeitig die tolle Atmosphäre lobte. „So eine Stimmung habe ich noch nie erlebt. Wenn die Fans so hinter uns stehen, wird das Stadion zum Hexenkessel.“ Nach der Länderspielpause bestreitet der SV Waldhof Mannheim sein nächstes Spiel gegen Borussia Dortmund II.


