Start Vereine Fortuna Düsseldorf Fortuna nach dem Abstieg vor Gericht: Ex Mitarbeiter wehren sich gegen Kündigungen

Fortuna nach dem Abstieg vor Gericht: Ex Mitarbeiter wehren sich gegen Kündigungen

Der sportliche Absturz von Fortuna Düsseldorf wirkt weit über den Rasen hinaus. Nach dem Gang in die 3. Liga musste der Verein einen tiefgreifenden Personalabbau vornehmen. Nun beschäftigt die Angelegenheit auch die Arbeitsgerichte, denn mehrere ehemalige Beschäftigte wollen ihre Entlassung nicht hinnehmen.

Personalabbau nach dem Abstieg trifft zahlreiche Beschäftigte

Mit dem Abstieg in die 3. Liga begann bei Fortuna Düsseldorf nicht nur ein sportlicher Neuanfang, sondern auch ein umfassender Sparkurs. Besonders deutlich wurden die Folgen für die Mitarbeiter des Vereins, die in den vergangenen Wochen mit einer Vielzahl an Kündigungen konfrontiert wurden.

Auf der Geschäftsstelle fiel mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze weg. Zusätzlich wurden auch im Nachwuchsleistungszentrum sowie im Umfeld der Profimannschaft zahlreiche Stellen gestrichen. Viele Arbeitsverhältnisse endeten aufgrund betrieblicher Gründe, während andere Beschäftigte nach Ablauf ihrer Verträge keine weitere Perspektive beim Klub erhielten.

Ehemalige Angestellte ziehen vor Gericht

Nicht alle Betroffenen akzeptieren diese Entscheidungen. Mehrere frühere Mitarbeiter haben inzwischen rechtliche Schritte gegen den Verein eingeleitet, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Nach einem Bericht der Rheinischen Post sind bislang insgesamt 17 Klagen eingegangen. Der überwiegende Teil davon sind klassische Kündigungsschutzklagen. In einem weiteren Verfahren geht es dagegen um die Wirksamkeit einer Vertragsklausel, die an die Ligazugehörigkeit des Vereins gekoppelt war. Mit dieser sogenannten Bedingungskontrollklage soll überprüft werden, ob die automatische Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem Abstieg rechtlich Bestand hat.

Besonderer Fall sorgt für Aufmerksamkeit

Auffällig ist, dass die eingegangenen Verfahren nicht von 17 unterschiedlichen Klägern stammen. Tatsächlich stehen hinter den Klagen lediglich 16 ehemalige Beschäftigte. Eine Person reichte aus bislang nicht bekannten Gründen zwei separate Klagen in derselben Angelegenheit ein.

Weitere Verfahren eher unwahrscheinlich

Dass sich die Zahl der Klagen noch deutlich erhöht, gilt derzeit als wenig wahrscheinlich. Die reguläre Frist für Kündigungsschutzklagen ist inzwischen verstrichen. Dennoch könnten in besonderen Ausnahmefällen, etwa wenn es Schwierigkeiten bei der Zustellung von Dokumenten gab, weitere juristische Schritte noch möglich sein.

Der Fall zeigt, wie tiefgreifend die wirtschaftlichen Folgen eines Abstiegs sein können. Während Fortuna Düsseldorf den sportlichen Neustart plant, dürfte die juristische Aufarbeitung der Personalentscheidungen den Verein noch über längere Zeit begleiten.

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