Rot-Weiss Essen kann bei seiner Heim-Premiere gegen den TSV Havelse mit deutlich mehr Unterstützung aus den eigenen Reihen planen. Für das erste Ligaspiel an der Hafenstraße in der neuen Saison wird ein Teil des Gästebereichs für RWE-Anhänger geöffnet. Möglich macht das eine Absprache mit dem Aufsteiger aus Niedersachsen.
Zusätzliche Plätze für Essener Fans
Die große Nachfrage nach Eintrittskarten bleibt bei Rot-Weiss Essen auch vor der neuen Drittliga-Saison ein bestimmendes Thema. Nachdem der Klub bereits alle 11.907 verfügbaren Dauerkarten abgesetzt hat, sind Tageskarten für Heimspiele an der Hafenstraße weiterhin ein knappes Gut. Für die Partie gegen den TSV Havelse am 15. August um 14 Uhr gibt es nun aber Entlastung.
RWE darf beim ersten Heimspiel der Saison den Block G3 nutzen, der normalerweise dem Gästebereich zugeordnet ist. Der Stehplatzblock bietet rund 2.000 Zuschauern Platz und wird gegen Havelse mit Essener Anhängern gefüllt. Für den Heimverein bedeutet das nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern auch einen spürbaren Vorteil auf den Rängen.
Havelse nutzt kleineren Gästeblock
Der TSV Havelse hat der Lösung zugestimmt und wird für seine mitreisenden Fans lediglich den Block G2 nutzen. Dort stehen rund 500 Plätze zur Verfügung. Weil aus Havelse nicht mit einem großen Auswärtsanhang zu rechnen ist und zwischen beiden Fanlagern keine besondere Rivalität besteht, konnte die Aufteilung entsprechend angepasst werden.
Für RWE ist die Vereinbarung ein pragmatischer Schritt in einer Situation, in der die Kapazität des Stadions regelmäßig an ihre Grenzen stößt. In der vergangenen Saison war der Heimbereich an der Hafenstraße häufig ausverkauft. Schon beim letzten Liga-Heimspiel am 9. Mai gegen den SC Verl hatten die Essener Fans den Block G3 nutzen dürfen.
Dauerkarten-Boom unterstreicht RWE-Euphorie
Die Entwicklung zeigt, wie groß die Begeisterung rund um den Verein weiterhin ist. Der knapp verpasste Aufstieg in die 2. Bundesliga hat die Nachfrage nicht gebremst. Im Gegenteil: Das vollständige Dauerkarten-Kontingent war schnell vergriffen. Damit liefert der Klub auch ein weiteres Argument für die geplante Erweiterung des Stadions an der Hafenstraße. Bis die Ecken geschlossen sind und zusätzliche Plätze dauerhaft zur Verfügung stehen, bleibt die Ticketlage für viele RWE-Anhänger angespannt. Umso wichtiger sind flexible Lösungen wie nun gegen Havelse.
Saisonstart in Saarbrücken
Bevor Rot-Weiss Essen erstmals vor heimischem Publikum antritt, wartet zum Auftakt ein anspruchsvolles Auswärtsspiel. Am 9. August gastiert die Mannschaft um 16.30 Uhr beim 1. FC Saarbrücken. Eine Woche später folgt dann die Premiere an der Hafenstraße – voraussichtlich mit deutlich mehr Essener Fans, als es der reguläre Heimbereich zulassen würde.
Für RWE ist der Deal mit Havelse daher mehr als eine organisatorische Randnotiz. Er zeigt, wie stark der Klub derzeit von seiner Anhängerschaft getragen wird – und wie groß der Bedarf nach zusätzlicher Stadionkapazität inzwischen geworden ist.
