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RWE mit Luxusproblem: Koschinat hat vor Mannheim die Qual der Wahl

Foto: Lars Zimmermann

Rot-Weiss Essen hat die heftige Auftaktniederlage in Saarbrücken bemerkenswert schnell verarbeitet. Nach fünf Spieltagen steht RWE auf Rang drei und reist mit entsprechend breiter Brust zum SV Waldhof Mannheim. Trainer Uwe Koschinat sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg, warnt aber davor, sich auf der aktuellen Momentaufnahme auszuruhen.

Defensive als Grundlage für den Aufschwung

Fünf Gegentore zum Saisonstart beim 1. FC Saarbrücken hatten zunächst für Ernüchterung gesorgt. In den folgenden Wochen gelang es den Essenern jedoch, vor allem die defensive Stabilität deutlich zu verbessern. Gleichzeitig entwickelte die Mannschaft zunehmend Gefahr vor dem gegnerischen Tor. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist auch in der Tabelle sichtbar: Nach fünf Spieltagen belegt Rot-Weiss Essen einen Relegationsplatz. Für Koschinat ist dabei weniger die Platzierung als vielmehr die Art und Weise entscheidend, mit der seine Mannschaft inzwischen auftritt.

Der Trainer sieht Fortschritte in sämtlichen Bereichen und hebt insbesondere die Suche nach spielerischen Lösungen hervor. Auch aus dem Saarbrücken-Spiel habe seine Mannschaft die notwendigen Konsequenzen für das Verhalten gegen den Ball gezogen. Hinzu komme die Verbindung zu den eigenen Anhängern an der Hafenstraße, die Koschinat ebenfalls als wichtigen Faktor betrachtet.

Konkurrenzkampf nimmt deutlich zu

Die positive Entwicklung bringt für den 55-Jährigen zugleich neue Herausforderungen mit sich. Mehrere Spieler haben sich zuletzt für einen Platz in der Startelf empfohlen, sodass die personellen Möglichkeiten größer geworden sind. Noah Pesch liefert auf unterschiedlichen Positionen überzeugende Leistungen ab. Semir Telalovic präsentiert sich treffsicher, während Marvin Obuz nach seiner Rückkehr nach Essen zunehmend Fahrt aufnimmt. Auch Nick Bätzner setzte unmittelbar ein Ausrufezeichen: Der jüngste Neuzugang erzielte nach seiner Einwechslung gleich zwei Treffer.

Mit Lucas Brumme und Jannik Hofmann stehen darüber hinaus weitere etablierte Kräfte zur Verfügung. Koschinat kann damit auf zahlreiche formstarke Spieler zurückgreifen und muss entsprechend schwierige Entscheidungen bei der Zusammenstellung seiner Anfangsformation treffen. Die veränderte Wahrnehmung seiner Mannschaft registriert der RWE-Coach durchaus. Noch vor wenigen Wochen sei die öffentliche Bewertung der personellen Situation wesentlich kritischer ausgefallen. Inzwischen werde Essen dagegen bereits als Spitzenmannschaft betrachtet. Entscheidend sei für ihn, dass die Spieler selbst inzwischen das Vertrauen entwickelt hätten, ihre Qualität auch auf dem Platz nachweisen zu können.

Koschinat fordert Bestätigung in Mannheim

Trotz Rang zwei will Koschinat die ersten fünf Spieltage lediglich als Zwischenstand verstanden wissen. „Jetzt geht es darum, das bisher Erreichte zu bestätigen“, sagt der Trainer. Seine Spieler befänden sich derzeit in „hervorragender Verfassung“. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Mittwoch, 16. September, beim SV Waldhof Mannheim. Für Essen geht es dort nicht nur darum, den Platz in der Spitzengruppe zu verteidigen. Die Partie wird zugleich zum nächsten Test, wie belastbar die nach dem Fehlstart entwickelte Stabilität tatsächlich ist.

Unterstützung erhält RWE dabei auch aus dem eigenen Fanlager. Im Vorfeld wurden 730 Eintrittskarten für den Gästebereich verkauft. Nach dem Sprung auf Rang drei bietet sich den Essenern in Mannheim nun die Chance, aus einem gelungenen Saisonstart eine erste kleine Serie zu machen.

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