Start Vereine Hansa Rostock Entscheidung gefallen: Unbehaun ist Hansas neue Nummer eins

Entscheidung gefallen: Unbehaun ist Hansas neue Nummer eins

Beim FC Hansa Rostock sind die Rollen im Tor vorerst verteilt. Trainer Daniel Brinkmann schickt Luca Unbehaun als neue Nummer eins in die Saison und gibt dem Sommer-Neuzugang damit den Vorzug vor Yannic Stein. Doch der Konkurrenzkampf ist damit keineswegs beendet.

Brinkmann entscheidet enges Rennen im Hansa-Tor

Mit dem Abgang von Benjamin Uphoff musste Hansa Rostock im Sommer eine Schlüsselposition neu besetzen. Der 31-Jährige hatte in der vergangenen Saison alle 38 Drittliga-Partien bestritten und war mit einer Durchschnittsnote von 2,91 der notenbeste Rostocker. Anschließend zog es ihn zu Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga, wo er die Rolle des Ersatzkeepers übernahm. Hansa verpflichtete daraufhin gleich zwei Kandidaten für seine Nachfolge. Der 21-jährige Yannic Stein wechselte von Union Berlin nach Rostock, Luca Unbehaun kam vom niederländischen Zweitligisten FC Emmen.

Beide durften sich während der Vorbereitung beweisen. Brinkmann sprach rückblickend von einem „engen Rennen“. Für den Saisonstart hat sich der Trainer nun dennoch festgelegt: Unbehaun erhält den Vorzug.

Das spricht für Unbehaun

Den Ausschlag gab unter anderem die Erfahrung des 25-Jährigen. Unbehaun kennt die 3. Liga bereits bestens. Für Borussia Dortmund II und den SC Verl stand er insgesamt 61-mal in der dritthöchsten deutschen Spielklasse zwischen den Pfosten. Hinzu kommen 69 Liga-Einsätze für den FC Emmen seit seinem Wechsel in die Niederlande im Jahr 2024. Genau darin sieht Brinkmann einen Vorteil. Der Hansa-Coach verwies in Hansa-TV auf die „Erfahrungswerte“ und die bereits hohe Zahl an Profispielen seines neuen Stammkeepers.

Auch beim Härtetest gegen Borussia Mönchengladbach (1:3) durfte Unbehaun über die vollen 90 Minuten ran. Brinkmann bezeichnete seinen Auftritt anschließend als „sehr souverän“. Einen weiteren Pluspunkt sieht der Trainer im Spielaufbau: „Fußballerisch gibt er uns eine gewisse Ruhe.“ Damit dürfte auch klar sein, was Hansa von seiner neuen Nummer eins erwartet. Unbehaun soll nicht nur auf der Linie überzeugen, sondern der Mannschaft auch im Spiel mit dem Ball Sicherheit geben.

Stein macht Druck auf die neue Nummer eins

Ein Freifahrtschein ist die Entscheidung für Unbehaun allerdings nicht. Stein hat sich während der Vorbereitung ebenfalls empfohlen und bleibt für Brinkmann eine ernsthafte Alternative. Der Trainer bescheinigt dem 21-Jährigen, im „Gesamtpaket unglaublich viel“ abzudecken. Entsprechend deutlich machte Brinkmann, dass sich Unbehaun seiner Position nicht dauerhaft sicher sein kann, auch wenn er das Vertrauen derzeit genießen darf, weiß der Keeper, „dass er Druck hat.“

Für Hansa ist das eine durchaus komfortable Situation. Nach dem Verlust des langjährigen Stammkeepers geht der Drittligist mit zwei neu verpflichteten Torhütern in die Saison, zwischen denen die Entscheidung offenbar knapp ausgefallen ist. Unbehaun besitzt nun den ersten Zugriff auf den Stammplatz. Ob er ihn dauerhaft behauptet, entscheidet sich ab sofort im Liga-Alltag. Stein dürfte jedenfalls bereitstehen, sollte die neue Nummer eins Schwächen zeigen.

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