Nach der Trennung von Daniel Brinkmann läuft beim FC Hansa Rostock die Suche nach einem neuen Cheftrainer. Dabei scheinen die Verantwortlichen nicht auf einen bestimmten Trainertyp festgelegt zu sein: Demnach beschäftigen sich die Rostocker mit André Breitenreiter, Markus Fiedler und Schalkes U23-Coach Jakob Fimpel. Mit Breitenreiter und Fiedler soll es bereits einen Austausch gegeben haben.
Breitenreiter bringt reichlich Bundesliga-Erfahrung mit
Für Sportdirektor Amir Shapourzadeh steht eine richtungsweisende Entscheidung an. Hansa will nach dem schwachen Start in die Drittliga-Saison wieder Kurs auf die 2. Bundesliga nehmen und benötigt nach Brinkmanns Aus einen Trainer, der die Mannschaft möglichst schnell stabilisiert. Die prominenteste der bislang gehandelten Optionen ist André Breitenreiter. Der 52-Jährige ist derzeit ohne Verein und kommt auf 140 Spiele als Cheftrainer in der Bundesliga. Zu seinen Stationen gehörten unter anderem der SC Paderborn, Schalke 04, Hannover 96 und die TSG Hoffenheim.
Zuletzt arbeitete Breitenreiter erneut in Hannover, musste dort allerdings im April 2025 seinen Posten räumen. Laut „BILD“ war der erfahrene Fußballlehrer bereits zu Gesprächen in Rostock. Eine Verpflichtung würde einen deutlichen Kurswechsel gegenüber der Entscheidung für Brinkmann darstellen: Statt eines vergleichsweise unerfahrenen Trainers bekäme Hansa einen Coach mit langjähriger Erfahrung in den beiden höchsten deutschen Spielklassen.
Auch Fiedler soll bereits mit Hansa sprechen
Ein anderes Profil bringt Markus Fiedler mit. Der 40-Jährige ist nach seiner Zeit beim 1. FC Magdeburg ebenfalls ohne Verein. Sein Engagement beim Zweitligisten verlief nicht wie erhofft, allerdings kennt Fiedler die 3. Liga bereits aus seiner Tätigkeit beim VfB Stuttgart II. Auch mit ihm befinden sich die Rostocker dem Bericht zufolge im Austausch. Die Gespräche sollen ähnlich weit fortgeschritten sein wie bei Breitenreiter. Damit deutet einiges darauf hin, dass Hansa derzeit mehrere Kandidaten konkret prüft, bevor die endgültige Entscheidung fällt.
Schalkes Fimpel wäre die mutigere Variante
Mit Jakob Fimpel beschäftigt sich Hansa offenbar zudem mit einem Trainer, der bislang noch nicht dauerhaft im Profifußball als Chefcoach gearbeitet hat. Der 37-Jährige betreut seit vier Jahren die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 in der Regionalliga West. In der vergangenen Saison führte er die U23 auf den dritten Tabellenplatz. Bei den Schalker Profis sammelte Fimpel außerdem zweimal Erfahrung als Interimstrainer. Der A-Lizenz-Inhaber befindet sich derzeit in der Ausbildung zur UEFA-Pro-Lizenz und soll diese bei erfolgreicher Prüfung im Januar abschließen. Ein Einsatz als Trainer in der 3. Liga wäre dem Bericht zufolge bereits während der laufenden Ausbildung möglich.
Nach „BILD“-Informationen hat sich Hansa intensiv mit Fimpel beschäftigt. Seine Verpflichtung wäre allerdings eher eine Fortsetzung des zuletzt eingeschlagenen Weges: Auch Brinkmann kam mit vergleichsweise wenig Erfahrung als Cheftrainer im Profibereich nach Rostock.
Übergangslösung steht bereits fest
Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, übernehmen Yannic Thiel und Adam Susac gemeinsam die Verantwortung. Unterstützt wird das bisherige Co-Trainerteam von Torwarttrainer Arvid Rinast. Diese Lösung ist zunächst insbesondere für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II am Mittwoch vorgesehen. Wie schnell Hansa anschließend einen neuen Chefcoach präsentieren kann, bleibt offen. Die offenbar bereits geführten Gespräche mit mehreren Kandidaten sprechen jedoch dafür, dass Shapourzadeh die Suche intensiv vorantreibt. Entscheidend wird dabei nicht nur der Name sein: Rostock muss festlegen, ob nach dem Fehlstart diesmal Erfahrung gefragt ist oder erneut einem entwicklungsfähigen Trainer die Verantwortung für das Aufstiegsziel übertragen werden soll.



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