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Druck auf Ende wächst: Fortuna braucht gegen Stuttgart II die Wende

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Fortuna Düsseldorf steht bereits früh in der Drittliga-Saison unter erheblichem Druck. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt und dem deutlichen Pokal-Aus gegen den SC Freiburg soll am Freitagabend gegen den VfB Stuttgart II endlich der erste Pflichtspielsieg gelingen. Trainer Alexander Ende fordert dafür vor allem mehr Tempo und Durchschlagskraft im Spiel nach vorn.

Fortschritte reichen nicht mehr aus

Der Abstieg in die 3. Liga nach 17 Jahren Abwesenheit wirkt bei der Fortuna weiterhin nach. Auch eine Etage tiefer wartet der Verein noch auf ein Erfolgserlebnis: Dem 1:2 beim SV Waldhof Mannheim folgte eine 0:2-Niederlage gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim. Im DFB-Pokal setzte es anschließend ein 1:5 gegen den Europa-League-Finalisten aus Freiburg. Trotz des klaren Resultats erkannte Ende in der Pokalpartie eine Entwicklung. Seine Mannschaft präsentierte sich über weite Strecken stabiler als zuvor gegen Hoffenheim II. Der 46-Jährige sieht das Team deshalb grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Die Leistung gegen Freiburg habe gezeigt, in welche Richtung sich die Fortuna auch im Liga-Alltag bewegen müsse.

Allein mit einer verbesserten Körpersprache wird sich die angespannte Lage allerdings nicht beruhigen. Nach drei Pflichtspielniederlagen benötigt Düsseldorf gegen Stuttgart II Punkte. Für Ende geht es dabei auch darum, das Vertrauen im Umfeld zurückzugewinnen. Teile der Anhängerschaft sehen den Trainer nach dem Abstieg und dem schwachen Saisonbeginn bereits kritisch.

Ende verlangt mehr Dynamik in der Offensive

Während die Fortschritte gegen Freiburg vor allem im Defensivverhalten sichtbar waren, liegt der nächste Schwerpunkt auf dem eigenen Angriffsspiel. Ende vermisst bislang Tempo in den Aktionen sowie konsequente Vorstöße in die gefährlichen Räume. „Ich wünsche mir noch mehr Fluss und Beschleunigung“, so Ende. Seine Mannschaft müsse dem Gegner künftig „mehr wehtun“. Gegen den jungen Stuttgarter Kader dürfte es daher entscheidend sein, Ballbesitz schneller in Torchancen umzuwandeln und die gegnerische Abwehr früher unter Druck zu setzen.

Die bisherigen Ligaauftritte haben gezeigt, dass der Fortuna nicht nur Ergebnisse, sondern auch offensive Klarheit fehlen. Das Heimspiel am Freitag bietet nun die Gelegenheit, die zuletzt erkennbaren Ansätze mit mehr Zielstrebigkeit zu verbinden.

Hendrix fehlt erneut gesperrt

Dabei muss Ende weiterhin auf Kapitän Jorrit Hendrix verzichten. Der 31-Jährige war bereits mit einer Sperre aus Münster nach Düsseldorf gewechselt und durfte deshalb beim Saisonauftakt in Mannheim nicht eingesetzt werden. Gegen Hoffenheim II sah der Mittelfeldspieler erneut die Rote Karte. Für die kommenden beiden Ligapartien ist er gesperrt. Hendrix setzt trotz der schwierigen Situation auf die tägliche Arbeit der Mannschaft. Haltung, Energie und Wille machten ihm Mut, auch wenn die Abläufe noch nicht wie gewünscht funktionierten.

Für die Fortuna besitzt die Begegnung mit Stuttgart II damit früh richtungsweisenden Charakter. Ein Sieg könnte Ruhe schaffen und den sportlichen Neustart in der 3. Liga einleiten. Eine vierte Niederlage nacheinander würde dagegen die Diskussionen um Mannschaft und Trainer weiter verschärfen. Anpfiff ist am Freitag um 19 Uhr, MagentaSport überträgt die Partie live.