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Machtkampf bei Fortuna Düsseldorf: Interne Gegner erhöhen Druck auf Alexander Ende

Der Fehlstart von Fortuna Düsseldorf entwickelt sich zu einer Belastungsprobe für den gesamten Verein. Nach zwei Niederlagen wächst nicht nur der Druck auf Trainer Alexander Ende, zugleich brechen offenbar alte Konflikte in den Führungsgremien wieder auf. Ein Trainerwechsel ist nach aktuellem Stand dennoch nicht vorgesehen.

Zwei Niederlagen verschärfen die Lage

Der erhoffte Neustart in der 3. Liga ist Fortuna Düsseldorf gründlich misslungen. Auf das 1:2 gegen Waldhof Mannheim folgte eine 0:2-Niederlage gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim. Die Reaktion der eigenen Anhänger fiel deutlich aus: Pfiffe und spöttische Gesänge begleiteten den schwachen Auftritt. Damit steht Alexander Ende früh unter Beobachtung. Der 46-Jährige hatte die Mannschaft im April 2026 als Nachfolger von Markus Anfang übernommen. Sein Auftrag, den Abstieg aus der 2. Bundesliga noch zu verhindern, blieb unerfüllt. Aus den letzten fünf Saisonspielen holte Düsseldorf unter Ende zwei Siege, drei Partien gingen verloren. Als Tabellen-17. musste die Fortuna schließlich den Gang in die 3. Liga antreten.

Trotzdem setzte der Verein auf Kontinuität. Ende erhielt einen Vertrag bis 2028, der ausdrücklich auch für die dritthöchste Spielklasse gilt. Nach den ersten beiden Spieltagen wird diese Entscheidung nun erneut diskutiert.

Alte Personaldebatte belastet den Verein

Nach Informationen der „Bild“ reicht die Kritik am Trainer weit über die sportlichen Ergebnisse hinaus. Teile des Aufsichtsrats sollen bereits mit Endes Verpflichtung nicht einverstanden gewesen sein. Innerhalb des Gremiums habe es demnach Befürworter einer Lösung mit Friedhelm Funkel gegeben. Diese Gruppe soll dem früheren Manager Sven Mislintat weiterhin vorwerfen, sich bei der Trainersuche für Ende entschieden zu haben. Nach dem Abstieg sei der Konflikt erneut aufgebrochen. Spätestens seit der Auftaktniederlage gegen Mannheim werde intern verstärkt gegen den aktuellen Coach gearbeitet, heißt es in dem Bericht.

Für die Fortuna entsteht damit eine problematische Gemengelage: Während die Mannschaft sportlich nach Orientierung sucht, wird auf Führungsebene offenbar noch immer über Entscheidungen aus der vergangenen Saison gestritten.

Gerüchte erreichen bereits das direkte Umfeld

Wie angespannt die Situation inzwischen sein soll, zeigte sich angeblich schon während der Partie gegen Hoffenheim II. Noch vor dem Schlusspfiff machte dem Bericht zufolge die Behauptung die Runde, Ende müsse bei einer weiteren Niederlage mit seiner Freistellung rechnen. Darüber hinaus sollen Informationen aus dem Mannschaftsumfeld verbreitet worden sein, die den Trainer zusätzlich unter Druck setzen könnten. Den Verantwortlichen des Vereins seien diese Vorgänge mittlerweile bekannt. Dort stoße das Vorgehen auf erhebliches Unverständnis.

Eine Ablösung Endes steht derzeit dennoch nicht unmittelbar bevor. Laut „Bild“ plant Fortuna Düsseldorf aktuell keinen Wechsel auf der Trainerbank. Die interne Kritik nach dem Hoffenheim-Spiel richtet sich demnach vor allem gegen die Mannschaft und deren Leistung. Ende bleibt damit vorerst im Amt, muss aber schnell sportliche Antworten liefern. Mindestens ebenso wichtig wird sein, ob es der Vereinsführung gelingt, die internen Auseinandersetzungen einzudämmen. Andernfalls droht jeder weitere Rückschlag nicht nur die Diskussion über den Trainer, sondern auch die grundsätzliche Handlungsfähigkeit der Fortuna infrage zu stellen.