Fortuna Düsseldorf steht bereits früh in der neuen Drittliga-Saison unter erheblichem Druck. Nach dem Fehlstart in der Liga und dem deutlichen Pokal-Aus gegen den SC Freiburg rückt vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II vor allem Trainer Alexander Ende in den Mittelpunkt. Ein weiterer Rückschlag dürfte die Diskussionen rund um den 46-Jährigen deutlich verschärfen.
Sieben Ligaspiele, nur 0,86 Punkte im Schnitt
Die sportliche Bilanz seit Endes Amtsantritt liefert bislang kaum Argumente für Ruhe im Umfeld. Aus seinen ersten sieben Ligapartien mit Fortuna holte der Trainer durchschnittlich weniger als einen einzigen Punkt. Dazu gehört aber auch, dass Ende eine Mannschaft formen muss, die nach dem Abstieg umfassend verändert wurde. Insgesamt 17 neue Spieler kamen zum Kader. Dass die Abstimmung nach einem derart großen personellen Umbruch Zeit benötigt, ist nachvollziehbar. Gleichzeitig wächst bei einem Klub mit den Ansprüchen der Fortuna mit jedem ausbleibenden Erfolg der Erwartungsdruck.
Das 1:2 gegen die TSG Hoffenheim II hatte bereits für deutlich hörbaren Unmut auf den Rängen gesorgt. Im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten SC Freiburg präsentierten sich die Düsseldorfer anschließend über weite Strecken verbessert, verloren am Ende allerdings deutlich mit 1:5.
Arabi fordert eine bessere Entwicklung – und Punkte
Manager Samir Arabi, der erst nach dem Abstieg nach Düsseldorf kam und an der Verpflichtung Endes nicht beteiligt war, macht keinen Hehl daraus, was nun benötigt wird. Zwar verweist er auf die Entwicklung einer neu zusammengestellten Mannschaft, zugleich formuliert er eine klare Erwartung: „Wir müssen besser auftreten. Und wir brauchen Punkte!“ Damit dürfte gegen Stuttgart II nicht allein das nackte Resultat beobachtet werden.
Auch die Art und Weise des Auftritts bekommt besondere Bedeutung. Gerade das Freiburg-Spiel lieferte dafür ein warnendes Beispiel. Fortuna hielt gegen den Bundesligisten lange ordentlich dagegen, verlor nach dem dritten Gegentreffer jedoch zunehmend die Kontrolle. Für eine Mannschaft, die in der Liga dringend Stabilität benötigt, wäre ein ähnlicher Einbruch gegen Stuttgart II besonders problematisch.
Trainerdiskussion könnte weiter an Fahrt aufnehmen
Ende selbst richtet den Blick auf die unmittelbare Aufgabe. Nach dem Pokal-Aus erklärte er mit Blick auf Freitag: „Wir wollen Freitag ergebnistechnisch zurück in die Spur!“ Genau das dürfte notwendig sein, um die Situation zunächst zu beruhigen. Nach den bisherigen Ergebnissen werden im Umfeld bereits Stimmen lauter, die einen Trainerwechsel für denkbar halten. Ein erneuter Wechsel hätte allerdings ebenfalls erhebliche Tragweite: Nach Daniel Thioune, Markus Anfang und Alexander Ende würde innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit bereits der nächste Cheftrainer an der Seitenlinie übernehmen.
Für Fortuna geht es deshalb gegen den VfB Stuttgart II um mehr als nur drei Punkte. Ein Erfolg könnte der neu formierten Mannschaft Zeit und Ruhe für die weitere Entwicklung verschaffen. Bleibt die sportliche Reaktion erneut aus, dürfte die Trainerfrage dagegen endgültig zum bestimmenden Thema der kommenden Tage werden.

