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Vermummte greifen Meppen-Fans auf A4-Rastplatz an

Die Rückfahrt vom 3:0-Erfolg bei Alemannia Aachen ist für acht Anhänger des SV Meppen von einem mutmaßlich gezielten Übergriff überschattet worden. Auf einem Rastplatz an der A4 beschädigten Unbekannte ihr Fahrzeug und nahmen zwei Fanschals an sich. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Vermummte Gruppe nähert sich den Meppen-Fans

Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag auf dem Rastplatz Königstal. Dort hatte eine achtköpfige Gruppe von SVM-Anhängern einen Zwischenstopp eingelegt, als ein weiteres Fahrzeug auf das Gelände fuhr. Wie die Polizei Düren gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mitteilte, stiegen daraus etwa zehn schwarz gekleidete und vermummte Personen aus. Die Gruppe bewegte sich unmittelbar auf die Meppener Fans zu. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen beschädigte einer der Beteiligten einen Außenspiegel am Fahrzeug der SVM-Anhänger. Zudem wurden zwei Fanschals entwendet.

Anschließend entfernten sich die Unbekannten wieder vom Rastplatz. Eine größere körperliche Auseinandersetzung entwickelte sich laut Polizei nicht. Auch Verletzte sind bislang nicht bekannt.

Ermittlungen laufen – Täter noch nicht identifiziert

Die Polizei hat Verfahren wegen Sachbeschädigung und Diebstahls eingeleitet. Im Mittelpunkt steht nun die Suche nach den beteiligten Personen. Hinweise von unabhängigen Zeugen liegen den Ermittlern nach Angaben der Zeitung bislang nicht vor. Wer hinter dem Vorfall steckt, ist damit offen. Eine Zugehörigkeit der Täter zu einem bestimmten Verein oder einer Fangruppierung ist bislang nicht belegt. Entsprechende Zusammenhänge lassen sich aus den bisherigen Erkenntnissen nicht ableiten.

Der SV Meppen wurde über den Zwischenfall informiert. Geschäftsführer Florian Egbers befindet sich dem Bericht zufolge im Austausch mit den zuständigen Behörden. Der Verein verurteilt jede Form von Gewalt, will eine ausführlichere Stellungnahme aber zunächst von der weiteren polizeilichen Aufarbeitung abhängig machen.

Polizei hatte sich auf mögliche Konflikte vorbereitet

Mehr als 1.000 Anhänger hatten den SV Meppen zum Auswärtsspiel nach Aachen begleitet. Sportlich verlief die Reise erfolgreich: Der SVM setzte sich bei der Alemannia deutlich mit 3:0 durch. Bereits im Umfeld der Begegnung waren verstärkte Polizeimaßnahmen getroffen worden. Den Behörden lagen Erkenntnisse über mögliche Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen vor. Dabei spielte auch die Fanfreundschaft zwischen Anhängern von Alemannia Aachen und des VfB Oldenburg eine Rolle. Zwischen Teilen der Fanszenen aus Oldenburg und Meppen besteht ein angespanntes Verhältnis.

Ob der Vorfall auf dem Rastplatz damit in Verbindung steht, ist allerdings ungeklärt. Solange die Täter nicht identifiziert sind, bleibt auch ihr Hintergrund offen. Entscheidend für die weitere Einordnung werden daher die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen sein.

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