In Düsseldorf könnte die 3. Liga erstmals seit mehr als vier Jahren wieder ein Spiel vor über 40.000 Zuschauern erleben. Zum Straßenbahnderby bringt der MSV Duisburg einen Anhang mit, dessen Nachfrage längst über das vergrößerte Gästekontingent hinausgeht. Selbst die Marke von 16.000 mitreisenden Zebras erscheint inzwischen erreichbar.
Fortunas bisherige Bestmarken geraten ins Wanken
Große Zuschauerzahlen gab es in Düsseldorf schon zum Saisonauftakt. Mehr als 27.000 Besucher kamen gegen die TSG Hoffenheim II, knapp 26.000 gegen Stuttgart II. Damit stellte die Fortuna bislang die beiden bestbesuchten Begegnungen der laufenden Drittligasaison. Mit Duisburg kommt nun ein Gegner, der die Ränge selbst in erheblichem Umfang füllen dürfte. Das Straßenbahnderby verspricht deshalb nicht nur einen neuen Saisonhöchstwert. Bei mehr als 40.000 Zuschauern würde auch eine ligaweit lange unerreichte Größenordnung fallen. Zuletzt war diese Schwelle im April 2022 überschritten worden, als 48.416 Menschen das letzte Drittligaheimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Borussia Dortmund II verfolgten.
Die Erinnerung an 16.000 Zebras wird wieder lebendig
Wie gewaltig eine Duisburger Auswärtskulisse werden kann, zeigte sich im April des vergangenen Jahres. Rund 16.000 MSV-Anhänger begleiteten ihre Mannschaft damals zur Partie gegen Borussia Mönchengladbach II in den Borussia-Park. An diese Zahl könnte der Besuch in Düsseldorf nun heranreichen. Schon jetzt kündigt sich die größte Duisburger Auswärtsfahrt seit jenem Auftritt an.
Nach dem Gästekontingent rückt die Nordtribüne in den Fokus
Die rund 10.000 Karten, die Düsseldorf dem MSV im erweiterten Gästekontingent zur Verfügung gestellt hatte, sind bereits ausverkauft. Für viele weitere Duisburger eröffnete sich am Donnerstagmorgen die nächste Gelegenheit: Um 10 Uhr schaltete die Fortuna den freien Vorverkauf frei. Seitdem sichern sich MSV-Fans auch auf diesem Weg zahlreiche Plätze. Besonders deutlich zeigt sich die Nachfrage auf der Nordtribüne. Bereits wenige Stunden nach Verkaufsbeginn waren die dort angebotenen Tickets nahezu vergriffen. In der Ecke zur Merkur-Tribüne blieben zu diesem Zeitpunkt noch einzelne Blöcke geschlossen.
Wie groß der Duisburger Anteil am Ende tatsächlich ausfällt, lässt sich daraus noch nicht exakt ablesen. Klar ist aber, dass der offizielle Gästebereich den blau-weißen Zuspruch bei diesem Derby nicht vollständig aufnehmen wird.
Für das Straßenbahnderby treffen damit ein ohnehin großer Düsseldorfer Heimanhang und eine außergewöhnliche Duisburger Reisewelle aufeinander. Die bisherigen Saisonbestwerte dürften deutlich übertroffen werden. Offen bleibt vor allem, wie weit die Zahlen steigen und wie viel Blau-Weiß die Arena am Spieltag prägen wird.



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