Fortuna Düsseldorf wartet nach dem Abstieg weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis der neuen Saison. Nach zwei Niederlagen in der 3. Liga und dem deutlichen Pokal-Aus wächst vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II der Druck auf Trainer Alexander Ende. Sportvorstand Samir Arabi hält am Coach fest, fordert aber zugleich eine klare Rückkehr zu den Abläufen, die in der Vorbereitung funktioniert hatten.
Vier Niederlagen in Folge belasten die Fortuna
Der Fehlstart ist inzwischen nicht mehr nur eine Momentaufnahme. Saisonübergreifend hat Düsseldorf vier Pflichtspiele nacheinander verloren. In der neuen Drittliga-Spielzeit setzte es zunächst ein 1:2 bei Waldhof Mannheim, anschließend blieb die Fortuna auch gegen Hoffenheim ohne Punkte. Im DFB-Pokal folgte gegen Freiburg eine deutliche 1:5-Niederlage. Damit bekommt das Duell mit der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart am Freitagabend (19 Uhr, MagentaSport) zusätzliche Bedeutung. Besonders Alexander Ende steht im Fokus. Der 46-Jährige hatte die Mannschaft im April übernommen und wurde nach dem Abstieg von der neuen sportlichen Führung im Amt bestätigt.
Ende selbst will sich mit möglichen Diskussionen um seine Person derzeit nicht beschäftigen. Gegenüber „BILD“ erklärte er, seine Konzentration gelte ausschließlich der täglichen Arbeit und der Frage, wie die Mannschaft sportlich wieder in die richtige Richtung komme.
Arabi kritisiert Veränderungen nach der Vorbereitung
Rückendeckung erhält der Trainer weiterhin von Sportvorstand Samir Arabi. Der 47-Jährige übernahm nach dem Abstieg eine schwierige Aufgabe und musste den Düsseldorfer Kader mit bislang 17 Neuzugängen umfassend verändern. Beim „Rheinischen Fußballgipfel“ der Rheinischen Post machte Arabi allerdings deutlich, dass er nach den ersten Rückschlägen auch Entscheidungen des Trainerteams kritisch hinterfragt hat. Die Heftigkeit der Reaktionen nach der Auftaktniederlage in Mannheim habe ihn überrascht.
Vor allem die anschließend vorgenommenen Änderungen sieht Arabi rückblickend als Problem. Nach seiner Einschätzung hatte die Mannschaft während der Vorbereitung bereits einen funktionierenden Weg gefunden. Durch die Unruhe nach den ersten Ergebnissen sei jedoch von dieser Linie abgewichen und die bisherige Systematik verändert worden. Seine Botschaft an Ende formulierte der Sportvorstand mit einem Straßenbild: Die Fortuna müsse wieder „zurück auf die Autobahn“.
Stuttgart-Spiel wird zum wichtigen Gradmesser
Für Düsseldorf geht es damit nicht zwangsläufig um eine komplette sportliche Neuausrichtung. Vielmehr soll die Mannschaft zu den Prinzipien zurückfinden, von denen die Verantwortlichen vor Saisonbeginn überzeugt waren und diese endlich auch in Ergebnisse übersetzen. Genau darin liegt vor dem Spiel gegen Stuttgart II die entscheidende Aufgabe. Ein Erfolg könnte nach turbulenten Wochen für Ruhe sorgen und das Vertrauen in den eingeschlagenen Weg stärken. Die nächste Niederlage würde dagegen die Diskussionen rund um Trainer und sportliche Entwicklung weiter verschärfen.


1 Kommentar
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.
Wird interessant zu beobachten sein!
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