Acht Punkte trennen Fortuna Düsseldorf bereits vom MSV Duisburg – am Samstag kann der Zweitliga-Absteiger diesen Rückstand im direkten Duell verkürzen. Während Mario Basler den Zebras den Aufstieg zutraut, sieht er die Entwicklung beim Nachbarn deutlich skeptischer. Seine Zweifel betreffen dabei auch die Zukunft von Trainer Alexander Ende.
Duisburg liefert, Düsseldorf sucht Anschluss
Die Ausgangslage vor dem Derby könnte sportlich kaum unterschiedlicher sein: Duisburg hat alle vier Ligaspiele gewonnen und zwölf Punkte gesammelt. Düsseldorf steht dagegen bei vier Zählern. Für die Fortuna bietet das Aufeinandertreffen deshalb eine frühe Gelegenheit, gegen eine bislang makellose Mannschaft Boden gutzumachen.
Basler sieht im starken Duisburger Auftakt mehr als eine Momentaufnahme. Wie sport.de unter Berufung auf den Podcast „Basler ballert“ berichtet, erwartet der frühere Nationalspieler, dass die Mannschaft von Dietmar Hirsch an ihre Entwicklung aus der vergangenen Saison anknüpft. Er hält einen Platz unter den ersten beiden und damit den direkten Aufstieg für möglich. Düsseldorf beurteilt er deutlich zurückhaltender: Schon jetzt fehlten der Fortuna fünf Punkte zum zweiten Rang.
Hinten zuletzt ohne Gegentor, vorne zu wenig Ertrag
Ganz ohne Fortschritt ist Düsseldorf allerdings nicht geblieben. Aus den jüngsten beiden Begegnungen holte Endes Mannschaft vier Punkte und kassierte keinen Gegentreffer. Dem 1:0-Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart II folgte das torlose Auswärtsspiel bei Fortuna Köln. Nach den Niederlagen gegen Waldhof Mannheim und die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim war das zumindest eine Verbesserung der Ergebnisse.
Für den nächsten Sieg fehlte beim Kölner Aufsteiger jedoch die offensive Qualität in den entscheidenden Situationen. Düsseldorf wurde nur selten zwingend; auch Andreas Müller ließ eine gute Gelegenheit ungenutzt. Die ausbleibenden Gegentore sind damit ein Ansatzpunkt, lösen aber nicht das Problem, selbst genügend gefährliche Abschlüsse herauszuspielen.
Basler bezweifelt die Geduld mit Ende
Mit dem Wiederaufstieg hat Ende inzwischen einen anderen Auftrag als bei seinem Amtsantritt. Im April war der frühere Trainer von Preußen Münster als Nachfolger von Markus Anfang nach Düsseldorf gekommen, um den Zweitliga-Verbleib zu sichern. Trotz des anschließenden Abstiegs setzte die Fortuna die Zusammenarbeit mit dem 46-Jährigen fort.
Basler bezweifelt, dass diese Entscheidung bei ausbleibenden Erfolgen lange Bestand haben wird. „Ich glaube, da wird nicht mehr lange zugeguckt in Düsseldorf“. Das ist allerdings eine persönliche Prognose des Ex-Profis. Über konkrete Entlassungspläne oder eine entsprechende Entscheidung der Vereinsführung berichtet die Quelle nicht.
Für Ende und seine Mannschaft bietet das Derby somit zunächst eine sportliche Bewährungsprobe: Gegen Duisburg reicht es nicht, nur weitere Gegentreffer zu vermeiden, soll der Rückstand schrumpfen. Ein bestätigtes Entscheidungsspiel über die Zukunft des Trainers wird daraus durch Baslers Einschätzung allein noch nicht.



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