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Duisburgs Siegesserie: Warum Fleckstein nicht nur die Stammelf lobt

Foto: Marcel Schönbrunn/Sportfotografie

Beim MSV Duisburg bekommt der Konkurrenzkampf im Angriff vor dem Derby neue Bedeutung. Nach Lex-Tyger Lobingers Platzverweis hat sich Peter Remmert beim 2:1 in Regensburg als Alternative empfohlen. Tobias Fleckstein verweist dabei auf eine Stärke des Tabellenführers: Auch die Spieler außerhalb der Stammelf können den Unterschied machen.

Remmert liefert Argumente für mehr Spielzeit

Für Duisburg war Regensburg der vierte Sieg im vierten Ligaspiel. Für Remmert war es die Gelegenheit, erstmals auf dem Platz Einfluss auf diese Serie zu nehmen. Zur Halbzeit eingewechselt, erzielte der Angreifer in der 71. Minute den Ausgleich. Zehn Minuten später traf Fleckstein zum Sieg – obwohl der MSV bereits seit der ersten Hälfte in Unterzahl spielte. Remmert war im Sommer auf Leihbasis vom FC Schalke 04 gekommen. Die Vereinbarung läuft bis zum 30. Juni 2027. Sein Auftritt beim Jahn gibt Duisburg nun eine zusätzliche Antwort auf die personellen Fragen im Sturm.

Im MagentaSport-Podcast „4zu3“ macht Fleckstein deutlich, dass er Lobingers Platzverweis trotz der vorausgegangenen Provokationen für nachvollziehbar hält. Der Angreifer habe seinen Fehler eingesehen und sich vor der Mannschaft entschuldigt. Für den bisherigen Konkurrenten eröffnet sich dadurch eine Gelegenheit:

„Jetzt ist es die Chance für Peter.“

— Tobias Fleckstein im Podcast „4zu3“.

Hirsch muss mehr als elf Spieler erreichen

Dass Remmert sofort helfen konnte, ist aus Flecksteins Sicht auch seinem Umgang mit dem schwierigen Einstieg zu verdanken. Zunächst nicht einmal zum Spieltagskader zu gehören, habe der junge Stürmer verarbeiten müssen. Im Training sei er dennoch engagiert geblieben. Fleckstein hebt neben dessen körperlichen Voraussetzungen besonders seine Geschwindigkeit hervor. Dahinter steht eine Aufgabe, die Dietmar Hirsch nach Einschätzung des Innenverteidigers inzwischen noch stärker fordert: Im Duisburger Aufgebot gebe es zahlreiche berechtigte Ansprüche auf einen Startplatz. Der Trainer müsse deshalb auch diejenigen erreichen, die zunächst zuschauen. Fleckstein bescheinigt Hirsch, diesen Austausch intensiv zu führen und einen guten persönlichen Zugang zu seinen Spielern zu haben.

Die Qualität des Kaders allein erklärt für ihn den gelungenen Auftakt allerdings nicht. Die Mannschaft profitiere ebenso von ihrer Vertrautheit untereinander. Hinzu kämen Verstärkungen und die Arbeit aus der Vorbereitung, durch die sich die spielerischen Möglichkeiten erweitert hätten. Auch beim Abschied von Alexander Hahn zeichnet Fleckstein das Bild einer intakten Mannschaft. Die öffentliche Debatte habe intern keinen vergleichbaren Konflikt ausgelöst:

„Es gab keinen Stunk.“

— Tobias Fleckstein über die Situation rund um Hahn.

Den ehemaligen Kapitän würdigt Fleckstein vor allem für dessen Verhalten bis zum Abschied. Hahn habe sich weiterhin für die Mannschaft eingesetzt und sei für ihn persönlich ein wichtiger Ansprechpartner gewesen. Entsprechend emotional sei die Verabschiedung ausgefallen.

In Düsseldorf zählt mehr als die Kulisse

Die nächste Gelegenheit, diese Stabilität zu bestätigen, folgt am Samstag, 12. September 2026, um 14 Uhr bei Fortuna Düsseldorf. Das Nachbarschaftsduell wird erstmals in der 3. Liga ausgetragen. Die letzten Ligabegegnungen zwischen beiden Vereinen fanden in der Zweitligasaison 2017/18 statt. Fleckstein nimmt die besondere Erwartung der Duisburger Anhänger deutlich wahr und rechnet mit großer Unterstützung auf den Rängen.

Die Mannschaft wolle sich damit aber nicht begnügen: Ihr Ziel sei der nächste Sieg. Für den MSV geht es in Düsseldorf somit um den fünften Erfolg im fünften Ligaspiel, mit einem Remmert, der seine Bewerbung um weitere Einsatzzeit bereits abgegeben hat.

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