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MSV vor Derby in Düsseldorf: Hirsch sieht den Druck bei der Fortuna

Foto: Lars Zimmermann Sportfotografie

Der MSV Duisburg reist mit reichlich Selbstvertrauen zum Derby bei Fortuna Düsseldorf. Während die Zebras als Tabellenführer antreten, steht der Zweitliga-Absteiger aus Düsseldorf bereits früh in der Saison unter Druck. Trainer Dietmar Hirsch warnt dennoch vor der Qualität des Gegners und setzt auf die Stärke seines eigenen Kaders.

Hirsch sieht den größeren Druck bei der Fortuna

Die Voraussetzungen vor dem Duell könnten unterschiedlicher kaum sein. Duisburg steht an der Spitze der 3. Liga, während Düsseldorf Gefahr läuft, erneut unter den Strich zu rutschen. Für die ambitionierte Fortuna ist die bisherige Ausbeute damit deutlich weniger zufriedenstellend. Hirsch sieht die Rollen vor dem Derby entsprechend verteilt. „Wir haben jetzt aber mehr Punkte und von daher liegt der Druck schon bei Düsseldorf“, sagte der 54-Jährige vor der Partie.

Als klaren Außenseiter betrachtet er die Fortuna deshalb keineswegs. Der Duisburger Trainer verweist auf die Qualität im Düsseldorfer Kader. Auf seine eigene Mannschaft trifft das aus seiner Sicht allerdings ebenfalls zu: „Die haben wir aber auch.“ Zusätzlichen Rückenwind gibt dem MSV der jüngste Erfolg gegen den SSV Jahn Regensburg. Duisburg setzte sich trotz Unterzahl durch und bestätigte damit seine starke Form. Für Hirsch war die Partie zugleich ein weiterer Beleg dafür, dass sein Team schwierige Situationen überstehen kann.

Remmert drängt nach Lobingers Sperre in die Mannschaft

Im Angriff ist Hirsch zu einer Veränderung gezwungen. Lex-Tyger Lobinger fehlt nach seinem Platzverweis gegen Regensburg für drei Spiele. Mit vier Treffern muss Duisburg damit zunächst auf seinen erfolgreichsten Torschützen verzichten. Große Sorgen bereitet das dem Trainer nicht. „Wir bringen einfach den nächsten Top-Stürmer“, erklärte Hirsch mit Blick auf die Breite seines Kaders. Damit rückt Peter Remmert verstärkt in den Fokus. Der 21-Jährige hatte gegen Regensburg nach seiner Einwechslung getroffen und sich für einen Platz in der Anfangsformation empfohlen. Eine Entscheidung über die Besetzung des Angriffs wollte Hirsch zwar noch nicht öffentlich machen, stellte Remmert aber ein gutes Zeugnis aus.

Vor allem dessen gesteigertes Selbstvertrauen sei inzwischen deutlich zu erkennen. Der Angreifer wirke im Training befreiter und komme dort auch häufiger zum Torerfolg. Auch Frederik Christensen macht Fortschritte. Nach längerer Pause ist er wieder vollständig ins Mannschaftstraining eingestiegen und könnte in Düsseldorf in den Spieltagskader zurückkehren. Dennis Borkowski ist dagegen noch keine Option. Bei ihm ist die vollständige Rückkehr ins Mannschaftstraining für die kommende Woche vorgesehen.

Große Kulisse soll Duisburg zusätzlich antreiben

Das Derby bekommt auch auf den Rängen einen außergewöhnlichen Rahmen. Insgesamt wird mit mehr als 40.000 Zuschauern gerechnet. Für Hirsch hebt sich die Partie deshalb durchaus vom Liga-Alltag ab. „Das ist eine Riesenkulisse, das ist ein geiles Stadion und es ist halt ein Derby“, sagte der MSV-Coach. Seine Spieler sollen sich von der Atmosphäre allerdings nicht zu unkontrollierten Aktionen verleiten lassen. Sobald die Begegnung beginnt, gehe es sportlich wieder um die üblichen Mechanismen eines Fußballspiels. Sorgen, dass die Kulisse seine Mannschaft hemmen könnte, hat Hirsch nicht. Im Gegenteil: Die Atmosphäre werde den MSV nach seiner Einschätzung „eher pushen“.

Teamgeist als Duisburger Trumpf

Neben der sportlichen Form hebt Hirsch vor dem Derby besonders den Zusammenhalt innerhalb seiner Mannschaft hervor. Eine Szene aus dem Regensburg-Spiel blieb ihm dabei besonders im Gedächtnis. Nachdem Remmert den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, suchte der zuvor vom Platz gestellte Lobinger direkt den Kontakt zu seinem Teamkollegen. Für Hirsch war das mehr als eine beiläufige Geste. Es zeige, „welchen Zusammenhalt wir haben“.

Genau diese Geschlossenheit dürfte in Düsseldorf erneut gefragt sein. Der MSV reist zwar als Tabellenführer und mit einer makellosen Ausgangslage an, trifft aber auf einen Gegner, der aufgrund der eigenen Situation dringend Punkte benötigt. Duisburg kann sich deshalb nicht allein auf seinen bisherigen Lauf verlassen. Die Kombination aus Selbstvertrauen, Kaderbreite und mannschaftlicher Geschlossenheit könnte im emotionalen Derby jedoch zu einem entscheidenden Faktor werden.

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