Der SV Waldhof Mannheim hat die passende Reaktion auf die jüngste Heimniederlage gezeigt. Gegen Preußen Münster bestimmte die Mannschaft von Trainer Rui Mota über weite Strecken das Geschehen und gewann mit 2:0. Julian Rieckmann brachte die Gastgeber früh auf Kurs, ehe Masca kurz vor Schluss für die Entscheidung sorgte.
Rieckmann belohnt Mannheims starken Beginn
Von der Verunsicherung nach dem 1:2 gegen Rot-Weiss Essen war beim Waldhof zunächst wenig zu erkennen. Mota hatte seine Startelf auf fünf Positionen verändert – und seine Mannschaft übernahm vom Anpfiff weg die Initiative. Schon nach neun Minuten folgte die Belohnung. Nachdem ein erster Mannheimer Versuch noch abgewehrt worden war, kam Julian Rieckmann rund 18 Meter vor dem Tor an den Ball. Der Mittelfeldspieler nahm Maß und brachte den SVW mit einem wuchtigen Abschluss mit 1:0 in Führung.
Münster fand dagegen lange keinen Zugriff auf die Partie. Die Gäste versuchten es unter anderem über lange Einwürfe von Torge Paetow, entwickelten daraus aber zunächst kaum Gefahr. Den ersten nennenswerten Abschluss der Preußen verzeichnete Emil Johansson erst nach gut einer halben Stunde. Die besseren Möglichkeiten gehörten weiterhin Mannheim. Owono-Darnell Keumo verfehlte das Tor nach einem Vorstoß nur knapp, wenig später strich auch ein Abschluss von Lovis Bierschenk am Pfosten vorbei. Das 1:0 zur Pause war angesichts der Spielanteile und Chancen folgerichtig.
Waldhof kontrolliert – Münster bleibt lange harmlos
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Charakter der Begegnung zunächst wenig. Mannheim musste nicht mehr mit dem gleichen Tempo nach vorne spielen und konzentrierte sich darauf, die Partie zu kontrollieren. Die Preußen hatten zwar mehr Ballbesitzphasen, konnten Mannheims Defensive damit jedoch kaum aus der Ordnung bringen. Gleichzeitig boten sich dem SVW Möglichkeiten für einen zweiten Treffer. Nach einer scharfen Hereingabe von Claudio Kammerknecht verpasste Goncalo Gregorio beispielsweise nur knapp.
Mota reagierte im Verlauf der zweiten Hälfte und brachte unter anderem Masca für Vincent Thill. Der eingewechselte Offensivspieler rückte in der Schlussphase noch entscheidend in den Mittelpunkt.
Aberkanntes 1:1 – Masca entscheidet die Partie
Denn plötzlich bekam Münster doch noch die große Gelegenheit zum Ausgleich. Nach einem langen Einwurf und einer zu kurzen Mannheimer Abwehraktion zog Etienne Amenyido Ndikom aus der Distanz ab und traf sehenswert ins Tor. Der Jubel der Gäste hielt allerdings nur kurz: Wegen einer Abseitsstellung wurde der Treffer nicht anerkannt. Für den Waldhof war die Szene ein Warnsignal und wenige Minuten später beseitigte die Mannschaft die letzten Zweifel. Der ebenfalls eingewechselte Jid Okeke flankte von der rechten Seite in den Strafraum. Masca setzte sich in der Mitte durch und köpfte den Ball in der 87. Minute über den Innenpfosten zum 2:0 ins Netz.
Münster reklamierte in der Szene ein mögliches Foul des Torschützen, der Treffer hatte jedoch Bestand. Damit brachte Mannheim den zweiten Saisonsieg vor heimischem Publikum über die Zeit und geht nach sieben Spieltagen mit zehn Punkten in die Länderspielpause. Vor allem die über weite Strecken stabile Vorstellung dürfte Trainer Rui Mota zufriedenstellen: Anders als bei mehreren vorherigen Auftritten ließ der Waldhof nach einer Führung diesmal kaum etwas zu.



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