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„Das wird uns Kraft geben“ – Fortuna jubelt nach spätem Sieg in Münster

Fortuna Düsseldorf hat am 9. Spieltag der 3. Liga einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende setzte sich beim SC Preußen Münster nach Rückstand mit 2:1 durch. Eric Hottmann sorgte in der 90. Minute für die Entscheidung und bescherte den Rheinländern drei wichtige Punkte. Nach der Partie herrschte bei den Gästen große Erleichterung.

Nach dem enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl stand Fortuna Düsseldorf in Münster unter Zugzwang. Trainer Alexander Ende reagierte mit zwei Veränderungen in der Startelf: Elias Egouli kehrte nach seiner Sperre in die Innenverteidigung zurück, während Matthias Zimmermann auf der rechten Abwehrseite den Vorzug vor Steven van der Sloot erhielt. Die Gäste erwischten den besseren Start und übernahmen zunehmend die Spielkontrolle. Düsseldorf kombinierte gefällig, ließ im letzten Drittel allerdings zunächst die nötige Konsequenz vermissen. Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit hatte Andreas Müller, dessen wuchtiger Abschluss in der 35. Minute nur knapp am linken Pfosten vorbeistrich. Münster beschränkte sich weitgehend auf die Defensive, blieb bei vereinzelten Umschaltmomenten aber gefährlich.

Münster schlägt zu – Düsseldorf zeigt Moral

Nach dem Seitenwechsel folgte zunächst der Rückschlag für die Fortuna. In der 53. Minute setzte sich Münster über die linke Seite durch. Die anschließende Flanke verwertete Felix Higl aus kurzer Distanz per Kopf zur überraschenden Führung. Düsseldorf ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Nachdem Müller in der 63. Minute eine Großchance vergeben hatte, machte es der Mittelfeldspieler nur zwei Minuten später besser. Erneut war es Anas Slimani, der den Ball von der linken Seite in den Strafraum brachte. Am langen Pfosten stand Müller diesmal goldrichtig und schob zum 1:1 ein (65.).

In der Schlussphase entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der beide Mannschaften um den entscheidenden Treffer kämpften. Als vieles bereits auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug Düsseldorf doch noch zu. Nach einem langen Ball setzte sich Eric Hottmann im direkten Duell durch, umkurvte Münsters Torhüter Behrens und brachte den Ball trotz äußerst spitzen Winkels nahezu von der Grundlinie im leeren Tor unter (90.). Der umjubelte Siegtreffer bescherte den Gästen einen späten 2:1-Erfolg.

Ende lobt die Mentalität seiner Mannschaft

Fortuna-Trainer Alexander Ende zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend zufrieden. Besonders die Reaktion seiner Mannschaft auf den Rückstand hatte es ihm angetan. „In der zweiten Halbzeit landet dann der erste Ball in unserem Netz, aber Hut ab vor meiner Mannschaft, wie sie darauf reagiert hat. Wir haben den Rückstand gedreht, wir haben nicht nachgelassen und uns sehr spät belohnt“, erklärte der 47-Jährige. Der Erfolg dürfte auch angesichts der zuletzt aufgekommenen Kritik für Erleichterung sorgen. Ende betonte: „Ein toller Moment für uns. Ich freue mich für die Mannschaft und jeden Fortunen, der hier war. Das wird uns Kraft geben in der englischen Woche.“

Matchwinner Eric Hottmann freute sich ebenfalls über seinen entscheidenden Treffer. „Ich bin froh, dass der Ball reingegangen ist und wir das Spiel gewonnen haben“, sagte der Angreifer. Gleichzeitig hob er den kämpferischen Einsatz hervor: „Ich glaube jeder, der heute auf dem Platz stand, hat 100 Prozent und mehr gegeben.“

Müller sieht trotz Sieg Verbesserungsbedarf

Trotz der drei Punkte wollte Andreas Müller die weiterhin vorhandenen Schwächen nicht ausblenden. Vor allem die Chancenverwertung bleibt aus seiner Sicht ein Thema. „Wir haben hohe Ansprüche an uns, aber wir wissen um unsere Qualität. In der ersten Halbzeit haben wir wieder zu viel liegen gelassen“, erklärte der Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Seine Forderung war eindeutig: „Wir haben eine starke Defensive, aber wir müssen effektiver werden und das Spiel früher auf unsere Seite ziehen.“

Auf der Gegenseite überwog dagegen die Enttäuschung. Preußen-Trainer Thomas Wörle erkannte den Düsseldorfer Erfolg zwar grundsätzlich an, haderte jedoch mit dem Zeitpunkt des entscheidenden Gegentreffers. „Wir haben mit viel Leidenschaft und Fleiß dagegengehalten und hätten uns den Punkt verdient. Wie wir das zweite Gegentor schlucken, ist dann brutal und bitter für uns“, sagte Wörle.

Für Düsseldorf ist der Auswärtssieg ein wichtiges Erfolgserlebnis nach den vergangenen Rückschlägen. Bereits am kommenden Samstag (17. Oktober) wartet allerdings die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Dann empfängt die Fortuna um 14 Uhr den 1. FC Saarbrücken in der Merkur Spiel-Arena.

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