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Nach Böllerwurf bei RWE-Spiel: Täter soll über zwei Jahre ins Gefängnis

Es wurde ein Urteil gesprochen. Ein 29 Jahre alter Familienvater soll rund zehn Monate nach dem Böllerwurf nun ins Gefängnis.

Das Regionalliga-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und Preußen Münster musste im Februar aufgrund eines Böllerwurfs abgebrochen werden müssen. Nun sprach das Amtsgericht in Essen ein Urteil. Ein 29 Jahr alter Familienvater wurden wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten belegt.

Ersatzspieler und Balljunge erlitten Knalltrauma

In der Mitteilung heißt es außerdem weiter: „Der Verurteilung liegt die Überzeugung des Gerichts zugrunde, dass der Angeklagte am 20.2.2022 während des Regionalligaspiels RWE gegen Preußen Münster einen Knallkörper warf, der neben den Ersatzspielern von Preußen Münster detonierte„. Demnach sollen ein Balljunge, der Athletiktrainer sowie zwei Ersatzspieler ein Knalltauma erlitten haben. Die Partie wurde beim Stand von 1:1 abgebrochen. Am grünen Tisch wurde anschließend die Partie 2:0 für Münster gewertet.

Durch ein auffälliges Gesichtstattoo war die Polizei dem Mann auf die Spur gekommen, nach dem zuvor Foto und Videomaterial ausgewertet worden war. Da die Täterschaft durch die Videos nicht zweifelsfrei nachgewiesen sei, plädierte der Anwalt des Täters auf Freispruch. Das Gericht folgte dem jedoch nicht. Demnach gibt es keine Zweifel an der Täterschaft, da die Aufnahmen offenbar klar sind. Da der 29-Jährige bereits wegen zweier Vorstrafen bereits unter Bewährung stand, ist eine solche nicht möglich. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Verteidiger kündigte Berufung gegen das Urteil an.