Luca Herrmann (24) erlebte beim 1:1 von Dynamo Dresden gegen den SC Freiburg in der Nachspielzeit im Dreisamstadion einen emotionalen Moment seiner Karriere.
Die Tafel mit seiner Rückennummer wurde hochgehalten und seine Einwechslung beendete eine 16-monatige Leidenszeit wegen eines Knorpelschadens im linken Knie. „Das war ein sehr emotionaler Moment„, so der Mittelfeldspieler gegenüber der „Sächsischen Zeitung„. „Ich hätte zwar gerne drei Punkte mitgenommen, aber auch so war es eine tolle Auswärtsfahrt.“ Besonders bemerkenswert ist, dass dieser Moment ausgerechnet bei dem Verein stattfand, bei dem Herrmann zwölf Jahre lang spielte und Profi wurde. „Ich glaube, das Wort ‚komisch‘ beschreibt meine Gefühle am besten„, so der 24-Jährige.
„Ich bin noch lange nicht am Ziel“
Es war alles andere als selbstverständlich, dass Herrmann jemals wieder auf dem Fußballplatz stehen würde, nachdem sogar sein Karriereende im Raum stand. Doch was gab dem gebürtigen Freiburger Kraft und Hoffnung? „Ich habe mir gesagt, dass ich alles dafür geben werde, weiterhin Fußball spielen zu können.“ Neben seiner Familie, die ihm immer sehr viel Rückhalt gegeben haben, verdankt Herrmann sein Comeback auch den Ärzten. „Ich bin noch sehr jung. Es war eine große Verletzung, die etwas komplizierter ist. „Es ist eine enge Verbindung zu einigen Menschen entstanden, die mir immer Hoffnung gegeben haben.“
Trotz seines Comebacks sieht sich Herrmann noch lange nicht am Ziel. „Erst wenn wir am Ende aufsteigen, wird meine Geschichte zum Traum.“


