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MSV fordert Elversberg: Hirsch setzt bei Pokalpremiere auf den Heimvorteil

Der MSV Duisburg geht mit einer günstigen Mischung aus Selbstvertrauen, Spielpraxis und Außenseiterrolle in den DFB-Pokal. Nach zwei Siegen zum Auftakt der 3. Liga empfangen die Zebras am Samstag, 22. August, um 15.30 Uhr Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg. Für Trainer Dietmar Hirsch ist die Begegnung zugleich eine persönliche Premiere.

Zwei Pflichtspiele als möglicher Vorteil

Während Elversberg in Duisburg erstmals in dieser Saison unter Wettbewerbsbedingungen aufläuft, hat der MSV bereits zwei intensive Ligapartien absolviert. Die Mannschaft von Dietmar Hirsch ist mit sechs Punkten gestartet und hat dabei früh gezeigt, dass sie auch auf Rückschläge reagieren kann. Beim Auswärtsspiel in Verl drehten die Duisburger die Begegnung noch zu ihren Gunsten. Dieser Erfolg dürfte das Vertrauen in die eigene Widerstandsfähigkeit zusätzlich gestärkt haben. Gleichzeitig darf der gute Start nicht über die Kräfteverhältnisse hinwegtäuschen: Mit Elversberg kommt ein Aufsteiger an die Wedau, der sich den Sprung in die Bundesliga mit seiner spielerischen Qualität erarbeitet hat.

Dass der Favorit noch kein Pflichtspiel bestritten hat, könnte dem MSV dennoch entgegenkommen. Duisburg befindet sich bereits im Wettkampfrhythmus und kann auf den Abläufen der ersten beiden Spieltage aufbauen.

Hirsch erlebt seine Pokalpremiere

Für Dietmar Hirsch besitzt die Partie auch persönlich eine besondere Bedeutung. Der 54-Jährige steht erstmals als Cheftrainer in einem DFB-Pokalspiel an der Seitenlinie. Die beiden Auftaktsiege verschaffen ihm und seiner Mannschaft eine deutlich angenehmere Ausgangslage. Hirsch erwartet einen technisch starken Gegner, sieht seine Mannschaft aber keineswegs ohne Chance. Entscheidend werde sein, die eigene Intensität auf den Platz zu bringen und Elversberg möglichst wenig Raum für dessen Spiel zu geben. Sein Versprechen fällt entsprechend deutlich aus: Der MSV werde „alles reinknallen“, um die zweite Runde zu erreichen.

Eine wichtige Rolle soll dabei erneut das Duisburger Publikum übernehmen. Schon in der 3. Liga sorgte die Unterstützung von den Rängen für eine Atmosphäre, die der Mannschaft zusätzlichen Schub geben kann. Gegen den Bundesligisten dürfte dieser Faktor noch stärker ins Gewicht fallen.

Lobinger setzt auf die Wedau

Auch Lex-Tyger Lobinger geht mit großem Respekt, aber ohne übertriebene Zurückhaltung in die Begegnung. Der Angreifer erkennt die hohe individuelle Qualität des Erstligisten an. Gleichzeitig will er verhindern, dass Elversberg sein bevorzugtes Spiel ungestört aufziehen kann. Duisburgs Ansatz ist damit klar: Der MSV möchte den Favoriten über Einsatz, Zweikampfhärte und die Energie im Stadion unter Druck setzen. Lobinger betrachtet die heimische Arena dabei als wichtigen Bestandteil des Duisburger Pokalplans. Elversberg komme schließlich „in unsere Festung“.

Für die Zebras ist das Pokalspiel eine Gelegenheit, den gelungenen Saisonbeginn zu veredeln. Der Druck liegt vor allem beim Bundesligisten, während Duisburg mit Mut und Unterstützung der eigenen Anhänger auftreten kann. Für eine Überraschung wird der Drittligist allerdings über die gesamte Spielzeit an seine Leistungsgrenze gehen müssen.