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Großaspach schreibt Pokalgeschichte und wirft Bielefeld raus

Sonnenhof Großaspach Stadion

Die SG Sonnenhof Großaspach hat für eine der großen Überraschungen der ersten DFB-Pokalrunde gesorgt. Der Drittliga-Aufsteiger setzte sich nach einem intensiven Duell gegen Arminia Bielefeld im Elfmeterschießen durch und erreichte erstmals in seiner Vereinsgeschichte die zweite Runde. Für den Zweitligisten endet dagegen eine bemerkenswerte Pokalserie.

Reule wird zum entscheidenden Faktor

Nach 120 Minuten hatte es 2:2 gestanden, anschließend behielt Großaspach vom Punkt die Nerven. Arbnor Nuraj, Luca Molinari und Franz Xaver Bleicher verwandelten ihre Versuche, während SG-Torhüter Maximilian Reule keinen einzigen Bielefelder Treffer zuließ. Reule wehrte zunächst die Elfmeter von Maximilian Bauer und Tim Handwerker ab. Robert Uldrikis setzte den dritten Versuch der Gäste anschließend über das Tor. Damit war die Entscheidung gefallen: Großaspach gewann das Elfmeterschießen mit 3:0.

Für Arminia Bielefeld ist das Ausscheiden ein deutlicher Rückschlag. Erstmals seit sechs Jahren verpassen die Ostwestfalen die zweite Runde des Wettbewerbs. Besonders überraschend kommt das Aus angesichts der jüngeren Pokalbilanz: Noch 2025 hatte die Arminia sensationell das Finale erreicht.

Bielefeld dreht die Partie innerhalb von zwei Minuten

Vor 5.719 Zuschauern erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach einem Freistoß und mehreren geblockten Abschlüssen landete der Ball bei Elias Rahn, der Großaspach in der zwölften Minute in Führung brachte. Bielefelds Torhüter Jonas Kersken war noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern. Die Arminia benötigte einige Zeit, um offensiv Wirkung zu entfalten. Kurz vor der Pause änderte sich das Bild innerhalb weniger Augenblicke. Nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung von Bauer erzielte Stefano Russo in der 40. Minute den Ausgleich.

Nur zwei Minuten später nutzte Joel Grodowski Abstimmungsprobleme in der Großaspacher Defensive. Der Angreifer, der zuvor beim 3:0 gegen Energie Cottbus dreimal getroffen hatte, brachte Bielefeld mit 2:1 nach vorne.

Felix erlebt einen bitteren Abend

Nach dem Seitenwechsel schien der Zweitligist die Begegnung zunehmend kontrollieren zu können. Ein Handspiel von Joel Felix brachte Großaspach jedoch zurück ins Spiel. Fabian Eisele verwandelte den fälligen Strafstoß in der 55. Minute zum 2:2. Felix rückte kurz vor dem Ende erneut in den Mittelpunkt. Bei einer Rettungsaktion traf der bereits verwarnte Verteidiger Marlon Faß und sah in der zweiten Minute der Nachspielzeit Gelb-Rot. Bielefeld musste deshalb die komplette Verlängerung in Unterzahl bestreiten.

Trotzdem bot sich den Gästen noch die große Möglichkeit zur Entscheidung. Marius Wörl traf in der 111. Minute mit einem Distanzschuss den Innenpfosten. Im direkten Gegenzug verhinderte Kersken gegen Faß den dritten Großaspacher Treffer. Am Ende belohnte sich die SG für einen mutigen Auftritt und größere Präzision im Elfmeterschießen. Während Großaspach nun auf den nächsten Pokalgegner wartet, muss Bielefeld das frühe Aus aufarbeiten. Rund 2.000 mitgereiste Arminia-Anhänger erlebten dabei einen Abend, an dem weder die zwischenzeitliche Führung noch der Pfostentreffer in der Verlängerung zum Weiterkommen reichten.