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Später FCS-Ausgleich reicht nicht: Hertha setzt sich im Elfmeterschießen durch

Der 1. FC Saarbrücken hat Hertha BSC bis ins Elfmeterschießen gezwungen, die nächste Pokalüberraschung jedoch knapp verpasst. Nach einem späten Ausgleich rettete sich der Drittligist in die Verlängerung, ehe Hertha-Torwart Marius Gersbeck mit zwei gehaltenen Strafstößen zum entscheidenden Mann wurde. Die Berliner zogen nach einem 1:1 über 120 Minuten mit 4:2 im Elfmeterschießen in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

Saarbrücken hält dem Berliner Druck stand

Hertha bestimmte im Ludwigsparkstadion über weite Strecken das Geschehen. Die Mannschaft von Trainer Steffan Leitl setzte sich früh in der gegnerischen Hälfte fest und kam bereits im ersten Durchgang zu mehreren Möglichkeiten. Deyovaisio Zeefuik traf nach rund einer Viertelstunde die Latte, Jon Dagur Thorsteinsson scheiterte am Saarbrücker Torhüter. Obwohl die Gäste bis zur Pause auf 75 Prozent Ballbesitz kamen und sechs Eckbälle ausführten, blieb der Ertrag aus. Im entscheidenden Moment fehlte entweder die Genauigkeit oder Saarbrücken bekam noch einen Fuß dazwischen. Der FCS konzentrierte sich vor allem auf die Defensivarbeit, versuchte nach Ballgewinnen aber immer wieder, schnell umzuschalten.

Damit blieb die Partie trotz der Berliner Überlegenheit offen. Saarbrücken musste zwar viel gegen den Ball arbeiten, überstand die erste Hälfte jedoch ohne Gegentreffer.

Seguin durchbricht den Saarbrücker Abwehrriegel

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig an den Kräfteverhältnissen. Hertha presste früh und suchte regelmäßig den Weg in den Strafraum. Die Saarbrücker Defensive stellte sich allerdings zunehmend besser auf die Angriffe ein und entschärfte insbesondere die hohen Zuspiele der Gäste. Für die Führung benötigte Berlin deshalb eine Einzelaktion. Paul Seguin nahm in der 69. Minute aus rund 25 Metern Maß und setzte den Ball in den linken oberen Winkel. Der sehenswerte Distanzschuss belohnte Hertha für den hohen Aufwand und brachte Saarbrücken unter Zugzwang.

Lange deutete alles darauf hin, dass dieser Treffer die Begegnung entscheiden würde. Der Drittligist blieb jedoch im Spiel und nutzte in der Nachspielzeit eine seiner letzten Gelegenheiten. Nach einem Eckball landete der Ball bei Philip Fahrner, dessen Dropkick zum 1:1 im Berliner Tor einschlug.

Gersbeck entscheidet das Elfmeterschießen

In der Verlängerung hatte Hertha weiterhin die klarere Möglichkeit. Der eingewechselte Luca Schuler tauchte in der 111. Minute aus kurzer Entfernung vor dem Tor auf, brachte den Ball aber nicht am Saarbrücker Schlussmann vorbei. Da anschließend kein weiterer Treffer fiel, musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Dort übernahm Gersbeck die Hauptrolle. Der Hertha-Torwart parierte zunächst den Versuch von Florian Pick und wehrte später auch den Strafstoß von Kai Brünker ab. Berlin setzte sich dadurch mit 4:2 durch und verhinderte nach dem späten Rückschlag doch noch das Aus.

Für Saarbrücken endet der Pokalwettbewerb damit bereits in der ersten Runde. Der Drittligist bewies allerdings, dass er auch in einer über weite Strecken schwierigen Partie bis zum Schluss gefährlich bleiben kann. Hertha muss sich dagegen vorwerfen lassen, aus seiner spielerischen Überlegenheit zu wenig gemacht zu haben. Am Ende reichten zwei Gersbeck-Paraden, um den Favoriten vor einem frühen Pokal-Aus zu bewahren.