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Arabi zieht Transferbilanz: Fortuna konnte nicht alle Pläne verwirklichen

Foto: Hendrick P. Sportfotografie

Fortuna Düsseldorf hat nach dem Abstieg nahezu den gesamten Kader umgebaut. Sportvorstand Samir Arabi bewertet 19 Neuzugänge und 25 Abgänge grundsätzlich positiv, räumt aber ein, dass der Verein „nicht alles umgesetzt“ bekam, was ursprünglich geplant war.

Enormer Umbau unter Zeitdruck

Die Düsseldorfer Kaderplanung begann unter schwierigen Bedingungen. Erst nach dem 0:3 bei Greuther Fürth am letzten Spieltag stand der Abstieg in die 3. Liga endgültig fest. Dadurch fehlte Arabi wertvolle Vorbereitungszeit. Eine ähnliche Situation hatte der 47-Jährige bereits bei Arminia Bielefeld erlebt. Der entscheidende Unterschied sei diesmal jedoch der späte Start gewesen. Der „Faktor Zeit“ habe viele Gespräche und Entscheidungen zusätzlich erschwert.

Trotz 19 Verpflichtungen blieben deshalb einige Wünsche offen. Arabi macht daraus kein Geheimnis, betrachtet dies aber auch nicht als Düsseldorfer Besonderheit. Dass Vereine nicht jede Transferidee verwirklichen können, sei kein „Fortuna-Düsseldorf-exklusives Thema“, wird er vom „kicker“ zitiert.

Charakter als wichtigstes Auswahlkriterium

Bei den Neuzugängen achtete Fortuna nicht nur auf sportliche Qualität. Gesucht wurden Spieler, die belastbar sind und den schwierigen Neustart gemeinsam tragen können. Arabi zufolge legte der Verein großen Wert auf „gute Charaktere“. Entscheidend sei nun, dass die vielen neuen Spieler wirklich „zusammenfinden wollen“. Nach einem derart tiefen Umbruch müssen sich Hierarchien, Rollen und Abläufe erst entwickeln.

Erster Sieg nimmt den Druck

Der schwache Saisonstart verschärfte die ohnehin angespannte Lage. Besonders das 0:2 gegen die TSG Hoffenheim II kritisierte Arabi deutlich. „So kann man zu Hause nicht auftreten“, stellte der Sportvorstand klar. Das anschließende 1:0 gegen den VfB Stuttgart II bezeichnete er deshalb als wichtigen „Brustlöser“. Der Erfolg brachte zunächst Erleichterung, löste aber nicht alle Probleme.

Arabi wirbt um Verständnis dafür, dass die neue Mannschaft Zeit benötigt. Gleichzeitig weiß er, dass Fortuna in der 3. Liga schnell Ergebnisse liefern muss. Genau darin liegt die größte Herausforderung: Der Neuaufbau braucht Geduld, doch sportlich kann sich Düsseldorf keine lange Eingewöhnungsphase leisten.

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