An der Hafenstraße müssen die Fans von Rot-Weiss Essen länger auf den Beginn des Stadionausbaus warten. Der zuletzt für Ende November erwartete Start der Arbeiten soll sich auf Januar 2027 verschieben. Das berichtet die WAZ. Ein endgültig gesicherter Termin ist damit jedoch weiterhin nicht verbunden. Entscheidend bleibt der Abschluss des laufenden Vergabeverfahrens.
Damit verändert sich der Zeitplan eines Projekts, das dem Drittligisten langfristig deutlich mehr Platz für seine Zuschauer verschaffen soll. Während die politischen Grundlagen für die Erweiterung bereits geschaffen wurden, dauert der Weg zur tatsächlichen Baustelle länger als erhofft.
Angebotsfrist wird verlängert
Wie aus einem Bericht der „WAZ“ hervorgeht, wird inzwischen der 11. Januar als möglicher Start genannt. Die Angebotsfrist im europaweiten Ausschreibungsverfahren sei vom 16. Oktober auf den 20. November verschoben worden. Bauunternehmen benötigten zusätzliche Zeit, um die Bedingungen vor Ort zu prüfen und ihre Angebote zu kalkulieren. Eine besondere Herausforderung besteht demnach darin, die Arbeiten mit dem laufenden Spielbetrieb zu vereinbaren. Baustelleneinrichtung und Sicherheitsvorkehrungen müssen zu den Veranstaltungen im Stadion passen. Anschließend stehen noch die Auswertung der Angebote und die Auftragsvergabe an. Auch der Jahreswechsel beeinflusst die Planung.
Die Stadt wird in dem Bericht mit einer klaren Einschränkung zitiert: „Ein verbindlicher Starttermin kann aber erst nach positivem Abschluss des europaweiten Ausschreibungsverfahrens benannt werden.“
Vier geschlossene Ecken und mehr Zuschauerplätze
Der Ausbau soll die vier bislang offenen Stadionecken schließen. Perspektivisch wird eine Kapazität von rund 26.600 Zuschauern angestrebt. Für RWE eröffnet das die Aussicht, mehr Fans an der Hafenstraße unterzubringen und zusätzliche Erlöse zu erzielen. Die Stadt Essen hatte am 8. Juli bereits eine deutliche Erhöhung des Kostenrahmens bestätigt. Statt ursprünglich 27 Millionen Euro wurden 33,8 Millionen Euro beschlossen. Zu den damals genannten Gründen gehörten die Inflation, zusätzliche Fahrradstellplätze und Vorsorge für mögliche Materialpreissteigerungen. Diese Kostenentscheidung liegt mehrere Monate zurück; sie ist keine neue Kostensteigerung infolge der jetzt berichteten Verschiebung.
Neuer Beginn bedeutet noch keinen neuen Fertigstellungstermin
Für die weitere Bewertung kommt es deshalb auf zwei getrennte Fragen an: Wann kann der Auftrag vergeben werden, und welchen belastbaren Bauablauf legt das beauftragte Unternehmen anschließend vor? Aus einem späteren Beginn lässt sich ohne diesen Ablauf noch kein konkretes neues Eröffnungsdatum ableiten. Fest steht vorerst vor allem: Die Hoffnung auf einen Baustart im November hat sich nach der aktuellen Berichterstattung überholt. Beim nun genannten Januar-Termin bleibt der Vorbehalt des noch laufenden Verfahrens bestehen.



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