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Viktoria Köln auf Aufstiegskurs? Trainer Wilhelm spricht Klartext

Foto: Viktoria Köln

Viktoria Köln mischt überraschend im Aufstiegsrennen der 3. Liga mit. Nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen Tabellenführer MSV Duisburg behaupten die Höhenberger den zweiten Tabellenplatz. Trainer Marian Wilhelm sieht darin vor allem eine Bestätigung der bisherigen Arbeit. Von großen Aufstiegsversprechen will der 38-Jährige allerdings nichts wissen.

Wilhelm setzt auf Spieler mit höheren Zielen

Bei Viktoria Köln gehört der Anspruch, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, zur sportlichen Ausrichtung. Dabei beginnt die Arbeit für Trainer Marian Wilhelm bereits bei der Zusammenstellung seiner Mannschaft. Im Podcast „4zu3 – der 3. Liga Podcast“ von MagentaSport erläuterte der 38-Jährige, worauf er bei möglichen Neuzugängen besonderen Wert legt. „Ich will keine Spieler, die in der 3. Liga spielen wollen“, stellte Wilhelm klar. Gesucht würden vielmehr Akteure, die ihre aktuelle Spielklasse als Zwischenstation betrachten und den nächsten Schritt in ihrer Karriere anstreben.

„Wir wollen hungrige Spieler, die sich entwickeln wollen“, betonte der Viktoria-Coach. Die Bereitschaft, sich auch nach erfolgreichen Spielen weiter verbessern zu wollen, sei ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl neuer Spieler. Diese Philosophie zahlt sich bislang aus. Obwohl die Kölner finanziell nicht mit sämtlichen Konkurrenten mithalten können, haben sie sich in der Spitzengruppe festgesetzt.

Aufstieg? Wilhelm bleibt zurückhaltend

Mit dem Unentschieden in Duisburg hat die Viktoria ihre Position im oberen Tabellendrittel weiter gefestigt. Dass inzwischen über einen möglichen Sprung in die 2. Bundesliga gesprochen wird, ist angesichts der sportlichen Entwicklung kaum überraschend. Wilhelm möchte daraus jedoch keine zusätzlichen Erwartungen ableiten. „Träumen darf man immer! Aber wir wissen schon, dass wir uns alles hart erarbeiten müssen“, so der Trainer im „Magenta Sport“-Format „4zu3.

Die Voraussetzungen innerhalb des Vereins seien grundsätzlich vorhanden. Gleichzeitig weiß Wilhelm um die Konkurrenz: Mit dem MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock kämpfen Vereine mit deutlich größeren wirtschaftlichen Möglichkeiten um die vorderen Plätze. Auch Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Saarbrücken dürften trotz ihrer bislang wechselhaften Leistungen nicht unterschätzt werden. Für Köln geht es deshalb zunächst darum, die bisherigen Leistungen dauerhaft zu bestätigen.

Auch auf den Rängen erkennt Wilhelm Fortschritte

Neben der sportlichen Entwicklung verfolgt der Viktoria-Trainer auch das Wachstum der eigenen Fanszene aufmerksam. Die vergleichsweise überschaubare Anhängerschaft sieht er keineswegs als Nachteil. Im Gegenteil: Wilhelm bezeichnete die Zahl von 322 mitgereisten Fans als bemerkenswerten Wert für seinen Verein. Besonders die Entwicklung der vergangenen Jahre stimmt ihn zuversichtlich. Dabei nimmt der Trainer die Größenunterschiede zu anderen Drittligisten durchaus mit Humor. Vor dem Auswärtsspiel in Rostock hatte er seine Mannschaft nach eigenen Angaben mit dem Gedanken motiviert, einen Sieg vor der kleinsten Gästekurve der Liga zu feiern.

Viktoria will ihren eingeschlagenen Weg fortsetzen

Die aktuelle Tabellenplatzierung zeigt, dass sich die Kölner mit ihrer sportlichen Ausrichtung gegen namhafte Konkurrenz behaupten können. Ob daraus am Saisonende tatsächlich der Aufstieg entsteht, bleibt offen. Wilhelm setzt jedenfalls weiterhin auf die Faktoren, die seine Mannschaft bislang erfolgreich gemacht haben: ehrgeizige Spieler, kontinuierliche Entwicklung und die Bereitschaft, sich jeden Erfolg neu zu erarbeiten.

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