In der vergangenen Saison konnte der Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken die stolze Zahl von 5.250 Mitgliedern verbuchen. Das allein war schon eine beeindruckende Zahl. Doch innerhalb eines Jahres hat sich diese Zahl fast verdoppelt, auf stolze 9300 Mitglieder. Eine bemerkenswerte Entwicklung, die zeigt, wie tief die Verbundenheit und Begeisterung der Fans für ihren Verein ist.
Peter Müller, der 63-jährige Pressesprecher des FCS, zeichnet ein Bild dieser beeindruckenden Entwicklung. Er identifiziert drei Schlüsselmomente, die zum Mitgliederboom beigetragen haben. Da war zum einen das letzte Spiel der vergangenen Saison gegen Köln, in dem der Aufstieg knapp verpasst wurde. Dieses Ereignis löste eine Welle der Solidarität und Unterstützung aus. Dann kam die Pokaleuphorie rund um das Spiel gegen Bayern München, ein weiterer Katalysator für den Mitgliederzuwachs. Die dritte Welle war schließlich das Spiel gegen Eintracht Frankfurt. „Wir sind überwältigt„, verrät Müller gegenüber der „Bild„.
FCS vor 10.000 Mitgliedern
Diese Wachstumsdynamik hat auch praktische Folgen. So mussten viele der vor Weihnachten eingegangenen Mitgliedsanträge im Eifer des Gefechts bearbeitet werden, um die Frist für das Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 7. Februar einhalten zu können. Bei diesem Spiel könnte sogar die magische Marke von 10.000 Mitgliedern geknackt werden. Die Popularität des FCS spiegelt sich auch im Kartenvorverkauf wider. Bei den diesjährigen Pokalspielen wurden Vereinsmitglieder und Dauerkarteninhaber bevorzugt behandelt. So standen für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt nur 600 Karten für Fanclubs zur Verfügung.
Wie es beim Spiel gegen Gladbach aussehen wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass sich der Mitgliederzuwachs auch in der Geschäftsstelle des Vereins bemerkbar macht, wo nun mehr Personal benötigt wird, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.



Diskussion eröffnen
Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.