Die Diskussion um den abgelehnten Investorenvorschlag innerhalb der DFL hat jüngst eine neue Wendung genommen. Hasan Ismaik, bekannt als Geldgeber des TSV 1860 München, hat seine Enttäuschung über das Scheitern des Deals nun öffentlich gemacht.
Auf Instagram teilte er mit, dass ihn die Entscheidung der DFL, die Gespräche mit dem letzten verbliebenen Investor aufgrund des Drucks aktiver Fangruppen zu beenden, zutiefst betrübt habe. Bereits im Vorfeld hatten Fanproteste in Bundesligastadien, die zu Spielunterbrechungen führten, für Aufsehen gesorgt. Die DFL-Geschäftsführung bestätigte diesen Schritt am Mittwoch, was Ismaik als „Triumph der Ultras“ interpretiert. Er sieht darin eine bedenkliche Entwicklung für den deutschen Fußball, die seiner Meinung nach zu finanziellen Einbußen führen und die Position der deutschen Vereine im internationalen Wettbewerb schwächen könnte.
Investoren-Deal platzt trotz Mehrheitszustimmung
Ismaik kritisiert die Entscheidung scharf und hinterfragt die Haltung der DFL, die trotz einer Mehrheit von 24 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga für den Einstieg von Investoren nun einen Rückzieher macht. Ismaik weiter: „Aber was ist mit den friedfertigen Fans und Familien, die den Fußball ebenfalls lieben? Warum werden diese Stimmen nicht gehört?“. Ismaik prophezeit, dass letztlich die Fans die Leidtragenden sein werden, die mit steigenden Preisen für Tickets und Merchandising rechnen müssen. „Ist es das, was die aktive Fanszene will?“, fragt sich Ismaik.
Das Verhältnis zwischen Ismaik und einem Großteil der Fans des TSV 1860 München ist bereits angespannt. Sein letzter Besuch in München wurde von den Fans in der Westkurve mit einem Transparent und Buhrufen quittiert. Der gescheiterte Investorendeal markiert einen weiteren Tiefpunkt für Ismaik, nachdem Vereinsvertreter, allen voran Präsident Robert Reisinger, Ismaiks Einfluss durch die Anwendung der 50+1-Regel zurückgedrängt hatten. Ismaik hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für eine Abschaffung dieser Regel ausgesprochen, um Investoren mehr Einfluss zu gewähren.



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