Nach der unerwarteten Spielabsage gegen Saarbrücken nutzt Rot Weiss Essen die unvorhergesehene Zwangspause für eine kurze Verschnaufpause. Marcus Steegmann, Direktor Profifußball bei RWE, gibt in einem ausführlichen Interview Auskunft über verschiedene Aspekte – von seinem Einstieg bei RWE über das Verhältnis zwischen Trainer Christoph Dabrowski und den Fans bis hin zu den finanziellen Planungen für die kommende Saison.
Der Sportdirektor im Fokus: Arbeit hinter den Kulissen
Während die Mannschaft ihren wohlverdienten Kurzurlaub genießt, ist Steegmann keineswegs untätig. „Ich war am Samstag noch unterwegs zur Spielbeobachtung, in dieser Woche bin ich mal für drei, vier Tage raus – das war aber auch schon länger geplant“, so Steegmann gegenüber der „WAZ„. Trotz der Ruhepause bleibt er erreichbar, ein Zeichen seines Engagements und seiner ständigen Bereitschaft, für den Verein da zu sein.
Unverständnis über Spielabsage und Konzentration auf die Zukunft
Die Absage des Spiels in Saarbrücken stößt bei Steegmann auf wenig Verständnis. „Grundsätzlich war die Saarbrücken-Absage für mich am Ende nicht komplett nachvollziehbar“, so Steegmann weiter, kritisiert dabei die mangelnden Bemühungen um Alternativlösungen und lenkt den Blick stattdessen auf die kommenden Herausforderungen. Die Entschlossenheit, sich nicht von externen Entscheidungen beeinflussen zu lassen, zeigt die Zielstrebigkeit des Sportdirektors.
Ein Jahr im Amt: Turbulenzen und Erfolge
Steegmann blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück, das von Veränderungen innerhalb des Vereins und im Team geprägt war. „Ein sehr turbulentes Jahr, es ist sehr viel passiert in dieser Zeit“, reflektiert er. Besonders stolz ist er auf die Verjüngung des Teams und die erfolgreiche Verlängerung des Vertrags mit Trainer Christoph Dabrowski. Eine besondere Herausforderung sah Steegmann in der Beziehung zwischen Teilen der Fans und dem Trainer. Hier wurde erfolgreich ein „Schulterschluss“ erzielt. „Es war ja in der vergangenen Saison teilweise schwierig… Auch das ist uns, glaub ich, gut gelungen, dass Mannschaft, Trainer und Fans wirklich eine Einheit sind in dieser Saison“, so Steegmann.
Ausblick und Erwartungen: Die Zukunft im Blick
Trotz der aktuellen Position als Sechster und einer insgesamt starken Saison bleibt Steegmann realistisch bezüglich der Erwartungen und Schwerpunkte für die Zukunft. Der Fokus liegt auf der weiteren Entwicklung der Mannschaft und dem Bestreben, auch in der nächsten Saison erfolgreich zu sein, ohne sich von kurzfristigen Erfolgen blenden zu lassen. In finanzieller Hinsicht sieht Steegmann den Verein gut aufgestellt, auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind.
„Wir planen erst mal mit dem Budget von dieser Saison“, erklärt er, deutet aber auch auf potenzielle Budgeterhöhungen im Falle einer Qualifikation für den DFB-Pokal hin. Die Planung für die nächste Saison läuft also auf Hochtouren, mit dem Ziel, die Mannschaft weiterzuentwickeln und den Fans erneut spannenden Fußball zu bieten. Die Zwangspause wird als Chance für strategische Überlegungen genutzt, um gestärkt in die kommenden Aufgaben zu starten.


