Ein Schiedsrichter der 3. Liga erhielt Anfang des Monats nach dem Spiel FC Ingolstadt gegen Arminia Bielefeld eine Morddrohung per E-Mail. Das Hessische Landeskriminalamt hat im Auftrag der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main umgehend die Ermittlungen aufgenommen, die bereits zum Erfolg geführt haben.
Als mutmaßlicher Absender der anonymen Drohmail konnte ein 22-jähriger Bielefelder ermittelt werden. Die Mail enthielt nicht nur Morddrohungen, sondern auch schwere Beleidigungen gegen den 28-jährigen Schiedsrichter, einschließlich Drohungen gegen seine Familie. Die Behörden nahmen den Vorfall sofort auf und informierten die örtliche Polizei, die schnell reagierte. Der Vorfall wird nun wegen Bedrohung und Beleidigung strafrechtlich verfolgt. Der Präsident des HLKA, Andreas Röhrig, betonte die Ernsthaftigkeit: „Derartige Beleidigungen und Drohungen werden nicht hingenommen, sondern konsequent verfolgt. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, den mutmaßlichen Verfasser der Zeilen schnell aus der Anonymität des Internets zu holen.“
Dr. Benjamin Krause, Leiter der ZIT und Oberstaatsanwalt, ergänzt, dass es gemeinsam mit dem DFB und dem HLKA das Ziel sei, Hass im Netz nicht hinzunehmen, „sondern aktiv mit den Mitteln des Rechtsstaates dagegen vorzugehen. Wir hoffen immer, dass solche Ermittlungserfolge zur Einsicht bei den Beschuldigten führen“.



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