, ,

Dynamo-Geste rührt Alemannia-Profi Oehmichen zu Tränen

Foto: Lars Zimmermann / Sportfotografie

Jonas Oehmichen hat sich für eine neue sportliche Perspektive bei Alemannia Aachen entschieden, die Verbindung zu Dynamo Dresden bleibt dennoch eng. Bei einem Besuch im Rudolf-Harbig-Stadion erlebte der 22-Jährige, wie viel Rückhalt er bei den Anhängern seines Ausbildungsvereins weiterhin genießt. Ihre Gesänge und Banner rührten ihn zu Tränen.

Wenig Spielzeit gab den Anstoß zum Wechsel

Die Initiative für den Abschied ging von Oehmichen selbst aus. Dynamo bestätigte bei der Bekanntgabe des Transfers, dass der Mittelfeldspieler um einen Wechsel nach Aachen gebeten hatte. Nach dem Ende seiner Leihe und der Rückkehr nach Dresden war er dort zum Saisonauftakt nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen:  Am letzten Tag der Transferperiode verständigten sich die Vereine schließlich auf einen festen Wechsel. Anders als während der vergangenen Rückrunde gehört Oehmichen damit nicht mehr nur vorübergehend zum Aachener Kader. Sein Vertrag läuft bis 2029. Beide Klubs vereinbarten Vertraulichkeit über die finanziellen Einzelheiten.

Auf der Tribüne von den Gefühlen eingeholt

Wie wenig dieser sportliche Abschied an seiner Stellung bei den Dynamo-Anhängern geändert hat, zeigte sich am Samstag. Oehmichen verfolgte gemeinsam mit seiner Freundin das Zweitligaspiel gegen den VfL Bochum, das Dresden mit 1:2 verlor. Die Fans stimmten auf der Stehtribüne Sprechchöre für den ehemaligen Jugendspieler an. Zwei Transparente begleiteten den Empfang. Eines trug die Aufschrift „Oehmi, man sieht sich immer zweimal im Leben“, das andere die Botschaft „Einmal Dynamo, immer Dynamo“.

Oehmichen konnte seine Tränen nicht zurückhalten und wurde von seiner Freundin getröstet. Auch unter dem Video fand die Aktion Zuspruch: Sowohl Dresdner als auch Aachener Anhänger reagierten mit guten Wünschen. Hinter dieser Verbundenheit steht beinahe seine gesamte bisherige Fußballlaufbahn. Als Oehmichen im August 2021 seinen ersten Profivertrag unterschrieb, lagen bereits elf Jahre im Dresdner Nachwuchs hinter ihm. Mit sechs Jahren war der gebürtige Dresdner 2010 in die Akademie gekommen. Bis zum festen Wechsel nach Aachen hatte er dem Verein somit mehr als 15 Jahre angehört.

In Ingolstadt sofort wieder wirksam

Für die Alemannia hatte Oehmichen bereits einen Tag vor seinem Stadionbesuch gezeigt, dass er sportlich ohne lange Anlaufzeit helfen kann. Beim 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Ingolstadt bereitete er den zweiten Treffer durch Mika Schroers vor. Auch der Führung war eine entscheidende Aktion des Rückkehrers vorausgegangen: Nach einem Foul an ihm erhielt Aachen den Freistoß, den Lukas Scepanik zum 1:0 verwandelte.

Für Aachen wird nun wichtig sein, dass Oehmichen diesen Einfluss auf das Offensivspiel regelmäßig bestätigt. Der Empfang in Dresden zeigte derweil: Die Wertschätzung seiner früheren Fans hat er mit dem Vereinswechsel nicht verloren.

DEINE MEINUNG ZÄHLT

Diskussion eröffnen

Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.

0
Noch keine KommentareSei der Erste, der seine Einschätzung teilt.
MITDISKUTIEREN

Kommentar schreiben

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Erscheint als Vereinsplakette neben deinem Namen.

8–2.500 Zeichen · maximal 2 Links