Start News DFB greift durch: Pyro-Strafe gegen FC Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen

DFB greift durch: Pyro-Strafe gegen FC Energie Cottbus und Rot-Weiss Essen

Der Deutsche Fußball-Bund greift in der 3. Liga erneut hart durch. Nach einem hitzigen Auswärtsspiel in Essen muss der FC Energie Cottbus eine empfindliche Geldstrafe zahlen. Wieder einmal rückt dabei nicht das sportliche Ergebnis, sondern der Einsatz von Pyrotechnik in den Mittelpunkt.

DFB zieht klare Grenze gegen Pyrotechnik

Das Sportgericht des Deutscher Fußball-Bund hat den FC Energie Cottbus wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger sanktioniert. Nach den Vorfällen im Gästeblock beim Auswärtsspiel in Essen verhängte das Gremium eine Geldstrafe in Höhe von 15.400 Euro. Die Entscheidung fiel Ende Januar im schriftlichen Verfahren und ist bereits rechtskräftig.

Ein Teil der Summe (5.100 Euro) darf der Verein für eigene Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen einsetzen. Voraussetzung ist, dass entsprechende Projekte fristgerecht nachgewiesen werden. Dafür hat der Verein bis zum 30. September 2026 Zeit.

Der sportliche Erfolg gerät zur Nebensache

Eigentlich hatte Cottbus sportlich Grund zur Freude. Beim Gastspiel bei Rot-Weiss Essen setzte sich die Mannschaft in einer umkämpften Partie knapp durch. Doch schon mit dem Anpfiff rückten die Ereignisse auf den Rängen in den Fokus. Im Gästebereich wurden zahlreiche pyrotechnische Gegenstände gezündet.

Bereits zu Beginn der Begegnung brannten mehrere Blinker, bengalische Fackeln und Rauchkörper. Auch nach der Pause kam es erneut zu einem Vorfall. Die Bewertung stützte sich auf Sicherheitsberichte, Videoaufnahmen und die Stellungnahme des Vereins.

Klare Haftung, klare Regeln

In seiner Begründung stellte der DFB noch einmal unmissverständlich klar, dass Pyrotechnik ein erhebliches Risiko für Zuschauer, Spieler und Ordnungskräfte darstellt. Deshalb gilt sie in deutschen Stadien weiterhin als verboten.

Nach der Rechts- und Verfahrensordnung haften Vereine unabhängig davon, ob sie Heim oder Gast sind, für das Verhalten ihrer Anhänger. Der Strafrahmen ist dabei klar definiert. In der 3. Liga wird jeder einzelne pyrotechnische Gegenstand pauschal geahndet. Aus der Summe der dokumentierten Vorfälle ergab sich letztlich die Höhe der Strafe.

Zweite Sanktion in kurzer Zeit

Für den Klub aus der Lausitz kommt das Urteil nicht aus heiterem Himmel. Bereits wenige Wochen zuvor war Energie Cottbus nach ähnlichen Vorfällen bei einem anderen Auswärtsspiel zur Kasse gebeten worden. Die erneute Sanktion erhöht den finanziellen Druck spürbar und unterstreicht, dass der Verband bei Wiederholungen keine Nachsicht zeigt.

Auch Essen nicht ohne Konsequenzen

Nicht nur die Gäste standen im Fokus des Sportgerichts. Auch Rot-Weiss Essen wurde für Vorkommnisse rund um die Partie belangt und wird mit 27.100 Euro zur Kasse gebeten. Neben Pyrotechnik spielten dabei weitere Vergehen eine Rolle, darunter ein gefährlicher Wurf sowie diskriminierende Gesänge. Ein Teil der dort verhängten Geldstrafe darf ebenfalls in Präventionsarbeit fließen.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie konsequent der DFB seinen Kurs gegen Pyrotechnik verfolgt. Unabhängig vom sportlichen Ausgang geraten Vereine zunehmend unter Zugzwang, das Verhalten ihrer Fans stärker zu kontrollieren. Für Cottbus und Essen bleibt die Erkenntnis, dass Emotionen auf den Rängen schnell teuer werden können.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein