Fortuna Düsseldorf startet mit Rückenwind in die neue Saison. Obwohl es in der Vorbereitung einzelne Rückschläge gab, hat der Drittligist entscheidende Fortschritte gemacht. Vor allem wirtschaftlich scheint der Klub inzwischen deutlich stabiler aufgestellt zu sein, was den Verantwortlichen mehr Handlungsspielraum für die kommenden Monate verschafft.
Einzelne Rückschläge ändern das Gesamtbild nicht
Die Vorbereitung verlief für Fortuna Düsseldorf nicht völlig ohne Hindernisse. Ein geplanter Wechsel von Elias Egouli kam letztlich nicht zustande, außerdem entschied sich Yannik Engelhardt für einen Wechsel zum SC Freiburg. Hinzu kam die erste Niederlage in einem Testspiel gegen den Linzer ASK. Dennoch überwiegt derzeit der positive Eindruck. Innerhalb der Mannschaft scheint die Stimmung zu stimmen, größere personelle Sorgen gibt es kaum. Lediglich Hamza Anhari muss nach einer Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung vorerst pausieren. Ansonsten kann Trainer Alexander Ende nahezu mit dem kompletten Kader arbeiten, ein wichtiger Faktor in der entscheidenden Phase der Saisonvorbereitung.
Finanzielle Ziele erreicht
Noch wichtiger als die sportlichen Eindrücke ist jedoch die Entwicklung hinter den Kulissen. Nach Informationen von „BILD“ kann Sportdirektor Samir Arabi inzwischen mit dem angestrebten Saisonetat von rund 7,5 Millionen Euro kalkulieren. Damit entfällt der Druck, weitere Leistungsträger verkaufen zu müssen, um finanzielle Vorgaben zu erfüllen. Diese Ausgangslage verschafft Fortuna deutlich mehr Flexibilität bei der Kaderplanung und sorgt gleichzeitig für mehr Ruhe im Umfeld des Vereins.
Transfererlös und Sponsoren schaffen Spielraum
Einen wesentlichen Anteil an der verbesserten finanziellen Situation hat der Verkauf von Sima Suso. Der Wechsel brachte dem Verein einen Erlös, der den Großteil der zuvor eingeplanten Transfereinnahmen abdeckt und damit frühzeitig Planungssicherheit schafft. Parallel dazu konnten die Sponsoringerlöse stärker gesteigert werden als ursprünglich erwartet. Besonders die Erweiterung der Partnerschaft mit Vodafone, das künftig zusätzlich als Rückensponsor auf den Trikots präsent sein wird, trägt zu den höheren Einnahmen bei.
Diese Kombination aus Transfererlösen und zusätzlichen Sponsorengeldern stärkt die wirtschaftliche Basis des Vereins erheblich und ermöglicht es, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.
Der Kader macht Hoffnung
Auch sportlich wächst die Zuversicht. Mit zahlreichen Neuzugängen wurde der Kader umfassend verändert. Nach der enttäuschenden vergangenen Spielzeit stand ein größerer Umbruch an, der bislang einen überzeugenden Eindruck hinterlässt. In den ersten Wochen der Vorbereitung zeigt sich bereits, dass die Mannschaft an Geschlossenheit gewonnen hat. Die Verantwortlichen sehen sich dadurch in ihrer Kaderplanung bestätigt. Zwar wird sich die Qualität erst im Ligabetrieb endgültig beweisen müssen, doch die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison wirken deutlich besser als noch vor einigen Monaten.
Der Blick richtet sich nach oben
Fortuna Düsseldorf hat in den vergangenen Monaten nicht nur den Kader umgebaut, sondern auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. Damit sind wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die ambitionierten Ziele in der 3. Liga anzugehen. Der direkte Wiederaufstieg bleibt das große Ziel, doch die Verantwortlichen wollen den Verein langfristig wieder nachhaltig im Profifußball etablieren. Die ersten Schritte auf diesem Weg scheinen gelungen zu sein.
