Start Vereine Alemannia Aachen Gindorf überzeugt bei Hannover 96: Verlängerung oder Wechsel?

Gindorf überzeugt bei Hannover 96: Verlängerung oder Wechsel?

Foto: Lars Zimmermann

Lars Gindorf hat sich mit 28 Toren in der 3. Liga für eine neue Chance bei Hannover 96 empfohlen. Nach seiner Rückkehr aus Aachen überzeugt der 24-Jährige auch in der Vorbereitung, doch seine Zukunft bleibt ungeklärt. Zwischen einem möglichen Durchbruch, einer langfristigen Vertragsverlängerung und dem Interesse anderer Zweitligisten zeichnet sich eine richtungsweisende Entscheidung ab.

Gindorf nutzt seine neue Chance bei Hannover 96

Sportlich hat Gindorf in den vergangenen Wochen Argumente für einen Verbleib gesammelt. Trainer Christian Titz setzt den Offensivspieler im 3-4-3-System auf der linken Seite ein. Vier Treffer gelangen ihm bereits. Zudem funktioniert das Zusammenspiel mit Benjamin Källman und Kolja Oudenne. Damit bringt der Rückkehrer eine Qualität mit, die Hannover in der vergangenen Saison vermisst hat. Sportchef Jonas Boldt erklärte: „Uns hat letzte Saison Torgefahr vom Flügel gefehlt, die bringt er mit.“

Die aktuelle Entwicklung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Gindorf vor einem Jahr nach Aachen gewechselt war, nachdem ihm unter Titz zunächst die U23 drohte. Nach seiner starken Drittliga-Saison scheint sich nun eine neue Perspektive bei den Niedersachsen zu ergeben. Eine Stammplatzgarantie soll es nach Angaben Boldts allerdings nicht geben.

Berichte über Vertragsverlängerung widersprechen sich

Gindorfs aktueller Vertrag bei Hannover 96 läuft noch bis 2027. Zuletzt hatte die „Neue Presse“ berichtet, der 24-Jährige solle einen neuen Vertrag bis mindestens 2030 erhalten, verbunden mit einer deutlichen Gehaltserhöhung. Nach Informationen der „BILD“ haben bislang jedoch noch keine Verhandlungen zwischen Hannover 96 und Gindorfs Berateragentur Sports360 stattgefunden. Diese Angaben sind nicht offiziell bestätigt. Gindorf war im April zu der Agentur gewechselt.

Grundsätzlich hat Boldt deutlich gemacht, dass eine langfristige Zusammenarbeit für beide Seiten sinnvoll sein müsse. Hannover dürfte vermeiden wollen, einen Spieler aufzubauen, dessen Vertrag anschließend in ein kritisches letztes Jahr geht. Zugleich muss Gindorf abwägen, wo er die besten Aussichten auf regelmäßige Einsatzzeiten besitzt. Bei einer Veranstaltung der Fußballschule „96 Family & Friends“ äußerte er sich zuletzt zurückhaltend zu seiner Zukunft: „Stand jetzt habe ich einen Vertrag in Hannover und werde auch hierbleiben.“

Bielefeld interessiert, Essen offenbar keine Option

Die erfolgreiche Saison mit 28 Treffern hat Gindorf auch für andere Vereine interessant gemacht. Laut BILD beschäftigen sich mehrere Zweitligisten mit dem Offensivspieler. Konkret soll Arminia Bielefeld Interesse zeigen. Bei den Ostwestfalen stehen mit Jannik Rochelt, Marius Wörl und Monju Momuluh bereits mehrere ehemalige Hannoveraner im Kader. Auch diese Informationen sind bislang nicht von den beteiligten Vereinen oder dem Spieler bestätigt worden.

Ein Wechsel nach Bielefeld wäre für Gindorf dennoch ein Verbleib in der 2. Bundesliga und damit eine mögliche Alternative, sollte sich in Hannover keine klare sportliche Perspektive ergeben. Zuletzt wurde zudem Rot-Weiss Essen als möglicher Interessent gehandelt. Nach BILD-Angaben schließt Gindorfs Management einen erneuten Wechsel in die 3. Liga allerdings aus. Auch diese Haltung ist nicht offiziell bestätigt. Die Gerüchte um Essen sind daher entsprechend vorsichtig einzuordnen.

Entscheidung zwischen Perspektive und Planungssicherheit

Für Hannover stellt sich die Frage, ob Gindorf dauerhaft in die Planungen von Titz eingebunden werden kann. Der Spieler wiederum dürfte Wert auf sportliche Rückendeckung und eine realistische Aussicht auf Einsatzzeiten legen. Eine garantierte Rolle soll der Verein ihm jedoch nicht anbieten wollen. Damit hängen die kommenden Schritte eng zusammen: Setzt sich Gindorf in der Vorbereitung weiter durch, verbessert das seine Chancen auf den Durchbruch bei 96.

Gleichzeitig könnte seine starke Form das Interesse anderer Zweitligisten verstärken. Eine Vertragsverlängerung würde Hannover Planungssicherheit geben, müsste für den Spieler aber mit einer überzeugenden sportlichen Perspektive verbunden sein. Bis zum Ende der Transferperiode am 1. September könnte die Personalie deshalb offenbleiben.

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