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Alemannia leiht Abwehrtalent Dylan Leonard von Schalke 04 aus

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Alemannia Aachen verstärkt ihre Defensive mit einem jungen Spieler, der schon früh Verantwortung übernommen hat. Dylan Leonard wechselt für eine Saison auf Leihbasis vom FC Schalke 04 an den Tivoli. Der 19 Jahre alte Australier soll den Konkurrenzkampf erhöhen und Trainer Mersad Selimbegovic gleich auf mehreren Positionen neue Möglichkeiten eröffnen.

Ein Verteidiger, der sich etwas zutraut

Mut gehört zu den Eigenschaften, die Rachid Azzouzi mit dem jüngsten Aachener Neuzugang verbindet. Leonard verließ kurz nach seinem 18. Geburtstag seine australische Heimat und wagte beim FC Schalke 04 den Sprung in den deutschen Fußball. Nun folgt für den Innenverteidiger die nächste Herausforderung. Bis zum Ende der Saison wird Leonard das Trikot der Alemannia tragen. Der Leihvertrag mit Schalke verschafft den Kaiserstädtern zusätzliche Optionen in einem Mannschaftsteil, in dem neben Stabilität auch spielerische Qualität gefragt ist.

Azzouzi sieht in dem 19-Jährigen einen ausgesprochen ehrgeizigen Spieler. Allein dessen früher Wechsel von Australien nach Deutschland zeige, „wie mutig“ Leonard seinen bisherigen Weg angegangen sei. Für den Geschäftsführer Sport bringt der Abwehrspieler zugleich zentrale Merkmale eines modernen Innenverteidigers mit.

Leonard könne Verantwortung übernehmen, sei sicher am Ball und in der Lage, den Spielaufbau aus der letzten Linie zu eröffnen. Gerade diese Mischung soll der Aachener Defensive zusätzliche Variabilität geben.

In Australien schon früh zum Leistungsträger gereift

Obwohl Leonard noch am Anfang seiner Karriere steht, sammelte er bereits auf höchstem nationalen Niveau wichtige Erfahrung. Für Western United absolvierte der gebürtige Australier insgesamt 29 Pflichtspiele und gehörte schon in jungen Jahren regelmäßig zum Aufgebot des Erstligisten. Dabei fiel er nicht nur durch seine Defensivarbeit auf. Nach Einschätzung Azzouzis zählte Leonard bei Western United zu den „passsichersten Spielern der Liga“. Seine Leistungen blieben auch außerhalb Australiens nicht unbemerkt und brachten ihn schließlich ins Blickfeld des FC Schalke 04.

Der Wechsel nach Gelsenkirchen bedeutete für Leonard sportlich und persönlich einen großen Schritt. Seine Entwicklung wurde jedoch zunächst durch einen Knöchelbruch gebremst. Der Verteidiger arbeitete sich zurück und schaffte es im Saisonendspurt wieder in den Schalker Spieltagskader. In zwei Partien kam er noch zum Einsatz.

Auch auf internationaler Ebene machte Leonard auf sich aufmerksam. Der frühere australische U-Nationalspieler gehörte zur Vorauswahl seines Landes für die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Für die Alemannia ist das ein weiterer Hinweis auf das Potenzial, das in dem 19-Jährigen steckt.

Selimbegovic gewinnt mehrere taktische Möglichkeiten

Leonards Verpflichtung ist nicht ausschließlich als Verstärkung für das Abwehrzentrum gedacht. Cheftrainer Mersad Selimbegovic kann den Neuzugang sowohl innerhalb einer Dreierkette als auch im defensiven Mittelfeld einsetzen. Damit erhält der Aachener Kader nach Ansicht des Trainers „mehr Flexibilität und Handlungsspielraum“. Besonders die Möglichkeit, Leonard eine Position weiter vorne auf der Sechs aufzubieten, erweitert die taktischen Varianten der Schwarz-Gelben.

Selimbegovic zeigte sich entsprechend zufrieden, dass es der Alemannia gelungen ist, den australischen Defensivspieler nach Aachen zu holen. Dort soll Leonard nun Spielpraxis sammeln und zugleich unmittelbar zur sportlichen Stabilität der Mannschaft beitragen.

Leonard kennt die Bedeutung des Tivoli

Für den Neuzugang selbst ist die Leihe mehr als nur eine Gelegenheit, sich im deutschen Fußball weiterzuentwickeln. Obwohl er erst seit einem Jahr in Deutschland lebt, ist ihm die Geschichte der Alemannia bereits ein Begriff. Leonard sprach von der „großen Tradition“ des Vereins und machte deutlich, wie sehr er sich auf seine neue Aufgabe freut. Dass er in der kommenden Saison für Aachen spielen werde, mache ihn „sehr glücklich“. Nun wolle er möglichst schnell seine neuen Mannschaftskollegen kennenlernen und auf dem Platz loslegen.

Am Tivoli trifft Leonard auf ein Umfeld, in dem Einsatzbereitschaft und Präsenz besonders aufmerksam wahrgenommen werden. Sein bisheriger Karriereweg zeigt, dass er vor großen Veränderungen nicht zurückschreckt. In Aachen bekommt er nun die Chance, aus seinem Potenzial eine feste Rolle im deutschen Profifußball zu formen.

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