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Alemannia bindet Rückrunden-Leistungsträger: Oehmichen unterschreibt bis 2029

Foto: Alemannia Aachen

Alemannia Aachen hat einen wichtigen Baustein aus der erfolgreichen Rückrunde dauerhaft an sich gebunden. Jonas Oehmichen verlässt Dynamo Dresden und unterschreibt am Tivoli einen Vertrag bis 2029. Der 22-Jährige kehrt damit an einen Ort zurück, an dem er sportlich sofort Wirkung entfaltet und sich auch abseits des Rasens schnell eingelebt hatte.

Aus einer Leihe wird eine langfristige Verbindung

Seine erste Zeit in Aachen dauerte nur wenige Monate, hinterließ aber deutliche Spuren. Nun setzt Alemannia die Zusammenarbeit mit Jonas Oehmichen fort und verpflichtet den Mittelfeldspieler fest vom Zweitligisten Dynamo Dresden. Über die finanziellen Einzelheiten des Transfers haben beide Klubs Stillschweigen vereinbart.

Oehmichen war bereits in der Rückrunde der Saison 2025/26 für die Schwarz-Gelben aufgelaufen. Nach dem Ende der Leihe kehrte der gebürtige Dresdener zunächst zu seinem Stammverein zurück und absolvierte dort die Vorbereitung auf die Zweitliga-Spielzeit 2026/27. Dass seine Zukunft dennoch wieder in Aachen liegen könnte, blieb während dieser Phase stets ein Thema.

Jetzt ist die Rückkehr perfekt. Mit dem Dreijahresvertrag macht die Alemannia aus einer erfolgreichen Zwischenlösung eine langfristige Personalentscheidung.

Acht Scorerpunkte in nur 16 Einsätzen

Oehmichen benötigte kaum Anlaufzeit, um im Aachener Mittelfeld Verantwortung zu übernehmen. In seinen 16 Pflichtspieleinsätzen stand er 13-mal von Beginn an auf dem Platz. Besonders auffällig war dabei sein Einfluss auf das Offensivspiel.

Sechs Treffer bereitete der Mittelfeldspieler vor, zwei weitere erzielte er selbst. Damit war er an acht Toren direkt beteiligt und hatte erheblichen Anteil an der starken zweiten Saisonhälfte der Alemannia.

Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi hebt vor allem Oehmichens Ruhe am Ball, seine Passstärke und seinen Blick für freie Mitspieler hervor. Der 22-Jährige habe in der Rückrunde zahlreiche Möglichkeiten geschaffen und viele Angriffe entscheidend mit vorbereitet. Dass der Verein ihn über die Leihe hinaus halten wollte, sei deshalb „kein Geheimnis“ gewesen.

Die nun erzielte Einigung ist für Azzouzi mehr als eine reine Kaderergänzung. Alemannia bindet einen Spieler, dessen sportliche Qualitäten bereits unter Wettkampfbedingungen auf dem Tivoli sichtbar geworden sind.

Selimbegovic schätzt Oehmichens Vielseitigkeit

Auch Cheftrainer Mersad Selimbegovic erhält mit dem Transfer zusätzliche Möglichkeiten für die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft. Oehmichen kann sowohl auf der linken Schiene als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden.

Gerade diese Variabilität macht ihn für den Trainer wertvoll. Hinzu kommt eine ausgeprägte Bereitschaft, an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten. Selimbegovic beschreibt Oehmichen als Spieler, der sich „kontinuierlich verbessern“ wolle und durch seine Ballsicherheit unterschiedliche Rollen übernehmen könne.

Eine längere Eingewöhnungszeit dürfte kaum nötig sein. Oehmichen kennt die sportlichen Abläufe, große Teile der Mannschaft, das Umfeld und die besonderen Erwartungen rund um den Tivoli. Für Trainer und Spieler ist das ein Vorteil, der den Einstieg in die neue Saison erleichtern kann.

Vertrauen als entscheidender Faktor

Für Oehmichen selbst besitzt die Rückkehr auch eine persönliche Bedeutung. Die Rückrunde in Aachen sei für ihn „etwas ganz Besonderes“ gewesen. Neben seiner sportlichen Entwicklung hätten ihn vor allem die entstandenen Freundschaften und die gemeinsamen Erlebnisse mit der Mannschaft geprägt.

Entscheidend war offenbar auch die Beharrlichkeit der Verantwortlichen. Oehmichen habe während der gesamten Zeit gespürt, wie groß das Vertrauen in ihn sei und wie intensiv sich die Alemannia um eine erneute Verpflichtung bemüht habe.

Dieses Vertrauen möchte er nun auf dem Platz bestätigen. Sein Ziel sei es, der Mannschaft zu helfen und gemeinsam mit ihr für weitere besondere Momente vor den Aachener Fans zu sorgen.

Mit Oehmichens Verpflichtung gewinnt Alemannia nicht nur einen vielseitigen Mittelfeldspieler, sondern auch einen Akteur, der seine sportliche und menschliche Passfähigkeit bereits bewiesen hat. Die Erwartungen beginnen deshalb nicht bei null. Nach acht Scorerpunkten in einer halben Saison soll aus dem starken ersten Eindruck nun eine dauerhafte Erfolgsgeschichte werden.

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