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„Herz und Leidenschaft“: Felix Higl will bei Preußen Münster angreifen

Foto: SCP

Preußen Münster legt kurz vor dem Pflichtspielstart noch einmal in der Offensive nach. Mit Felix Higl kommt ein Angreifer an die Hammer Straße, der nicht nur Wucht und Größe mitbringt, sondern die 3. Liga aus eigener Erfahrung kennt. Besonders brisant: Der 29-Jährige trifft in Münster wieder auf Trainer Thomas Wörle, mit dem er bereits in Ulm erfolgreich gearbeitet hat.

Ein Stürmer für die schweren Meter

Der SC Preußen Münster hat seine Offensive wenige Tage vor der Generalprobe gegen den FC Southampton verstärkt. Felix Higl wechselt von der SpVgg Greuther Fürth aus der 2. Bundesliga zu den Adlerträgern und soll dem Angriffsspiel eine zusätzliche, körperlich präsente Komponente geben.

Für Sportdirektor Jan Uphues ist der Linksfuß dabei deutlich mehr als nur ein klassischer Strafraumspieler. Higl bringe als großer Mittelstürmer jene Robustheit mit, die ihn als Anspielstation im Zentrum wertvoll mache. Gleichzeitig könne er sich, so Uphues, auch technisch in Kombinationen einfügen und im Sechzehner als Zielspieler wirken. Genau diese Mischung dürfte für Münster in einer Liga wichtig werden, in der viele Spiele über Intensität, Zweikämpfe und zweite Bälle entschieden werden.

Uphues sieht Hunger und Professionalität

Dass der Neuzugang auch gegen den Ball arbeitet, spielt in der Bewertung der Verantwortlichen eine zentrale Rolle. Uphues hob besonders hervor, dass Higl im Anlaufen und Nachverteidigen „sehr fleißig“ sei. Für das Spiel der Preußen ist das kein Nebenpunkt, sondern Teil des Anforderungsprofils.

Neben seiner Physis bringt Higl Erfahrung aus der 3. Liga und der 2. Bundesliga mit. Der Eindruck in den Gesprächen war offenbar eindeutig. Uphues sprach von einem Spieler, dem man sofort angemerkt habe, dass er „große Lust“ auf die kommenden Aufgaben habe. Münster bekomme einen „echten Teamplayer“, der professionell arbeite und weiterhin „hungrig“ auf Erfolg sei.

Higl kennt Münster bereits als Gegner

Auch Higl selbst machte deutlich, dass ihn der Schritt zu den Preußen reizt. Er freue sich „unglaublich“, nun bei diesem Verein zu sein, sagte der Angreifer. Seine Rolle beschreibt er klar: der Mannschaft helfen, täglich alles auf den Platz bringen und gemeinsam erfolgreich sein. Ganz unbekannt ist ihm der Club nicht. In den vergangenen Jahren stand Higl Münster mehrfach als Gegner gegenüber, zunächst mit dem SSV Ulm, später mit Fürth. Die Eindrücke sind geblieben. Den Verein und seine Fans habe er als „unglaublich leidenschaftlich“ wahrgenommen, erklärte der Stürmer. Die Stadt lebe für den Club, und genau so wolle er es künftig ebenfalls angehen.

Wiedersehen mit Thomas Wörle

Der Wechsel an die Hammer Straße ist auch sportlich ein Wiedersehen. Bereits in Ulm arbeitete Higl mit Thomas Wörle zusammen und hatte dort Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nun treffen beide in Münster erneut aufeinander. Higls Karriere führte ihn früh in den Leistungsbereich. Mit 15 Jahren wechselte der gebürtige Kölner zum SC Freiburg. Danach folgten Stationen in den Nachwuchsabteilungen der TSG Hoffenheim, des Freiburger FC und des 1. FC Heidenheim. Im Herrenbereich ging es zunächst zum Bahlinger SC, ehe er 2019 beim SSV Ulm in der Regionalliga den nächsten Schritt machte.

Dort wurde Higl endgültig auffällig. In 69 Pflichtspielen gelangen ihm 29 Tore und 10 Vorlagen. Diese Quote brachte ihn 2021 zum VfL Osnabrück in die 3. Liga. Nach zwei Jahren kehrte er nach Ulm zurück, wurde mit den Spatzen zweitklassig und sammelte auch dort weiter Scorerpunkte. In 29 Einsätzen in der 2. Bundesliga kam er auf sieben Torbeteiligungen, auch wenn der Abstieg am Ende nicht zu verhindern war.

Ein Profil für die 3. Liga

Nach einer Saison bei Greuther Fürth beginnt für Higl nun das nächste Kapitel. Münster holt damit einen Angreifer, der die Härte der 3. Liga kennt und zugleich Erfahrung aus höheren Spielklassen mitbringt. Gerade in engen Partien kann ein Spieler mit seiner Statur, Laufbereitschaft und Präsenz im Strafraum zum Faktor werden. Higl selbst weiß, worauf es ankommt. Die 3. Liga sei „sehr physisch“, betonte er. Deshalb müsse die gesamte Mannschaft arbeiten und ihre Aufgaben erfüllen. Genau diesen Ansatz will er verkörpern: mit Herz, Leidenschaft und Einsatz über die vollen 90 Minuten.

Für Preußen Münster ist der Transfer damit mehr als eine personelle Ergänzung kurz vor dem Saisonstart. Higl bringt ein klares Profil, kennt den Wettbewerb, kennt den Trainer und kennt die Atmosphäre an der Hammer Straße bereits aus der Gegnerperspektive. Nun soll er auf der anderen Seite helfen, dass Münster offensiv noch schwerer auszurechnen wird.

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