Der SV Waldhof Mannheim kann beim Auswärtsspiel in Wiesbaden erneut auf große Unterstützung setzen. Rund 2.000 Anhänger der Blauschwarzen werden am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden erwartet. Sportlich steht die Mannschaft von Trainer Rui Mota nach zwei Niederlagen in Folge allerdings bereits unter Zugzwang.
Dritter Stehplatzblock für Waldhof-Fans geöffnet
Auf den Rängen dürfte der SV Waldhof beim Gastspiel in der hessischen Landeshauptstadt deutlich wahrnehmbar sein. Nachdem bereits zwei Stehplatzblöcke für die Mannheimer Anhänger ausverkauft waren, wurde inzwischen ein weiterer Bereich geöffnet. Zusätzlich stehen weiterhin Karten für Sitzplätze zur Verfügung. Mindestens 1.600 Waldhöfer werden die kurze Reise nach Wiesbaden antreten. Aufgrund des weiterhin laufenden Vorverkaufs wird mit einer Zahl von rund 2.000 Gästefans gerechnet. Damit könnte sich für den SVW einmal mehr fast Heimspiel-Atmosphäre in der Fremde entwickeln. Auch Rui Mota misst der Unterstützung eine große Bedeutung bei. Ein starker Rückhalt von den Rängen sei für seine Mannschaft wichtig und könne ihr zusätzliche Sicherheit geben.
Waldhof sucht nach der richtigen Reaktion
Auf dem Platz geht es für Mannheim darum, einen Negativtrend frühzeitig zu stoppen. Aus den ersten vier Saisonspielen holten die Blauschwarzen vier Punkte. Zuletzt setzte es jedoch zwei Niederlagen. Mota unterscheidet dabei deutlich zwischen den beiden Rückschlägen. Gegen den TSV Havelse habe seine Mannschaft nicht genügend entgegensetzen können. Beim anschließenden 0:1 gegen den SC Verl sei die Leistung dagegen deutlich besser gewesen. Mannheim erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt.
Genau dort setzte die Arbeit während der vergangenen Tage an. „Aber es ist nicht genug, nur die Chancen herauszuspielen. Wir haben daran gearbeitet“, erklärte Mota. Der Trainer sieht seine Mannschaft weiterhin in einem Entwicklungsprozess und fordert Geduld bei den nächsten Schritten. Ein weiterer Rückschlag würde die Situation dennoch verschärfen. Aus einem lediglich durchwachsenen Start könnte angesichts von drei Niederlagen hintereinander schnell eine erste schwierige Phase der Saison entstehen.
Wiesbaden wartet noch auf den ersten Sieg
Der Druck liegt allerdings nicht nur beim SV Waldhof. Gastgeber Wehen Wiesbaden ist mit lediglich zwei Punkten aus vier Begegnungen noch schlechter gestartet und geht als Tabellenletzter in den Spieltag. Das passt nicht zu den eigenen Ansprüchen. Beim ehemaligen Zweitligisten bleibt der Aufstieg das erklärte Saisonziel. Immerhin zeigte die Formkurve zuletzt leicht nach oben: Gegen Rot-Weiss Essen erkämpfte sich der SVWW ein 0:0, anschließend folgte ein 1:1 bei Hansa Rostock. Nach den ersten beiden Niederlagen blieb Wiesbaden damit zuletzt zweimal ungeschlagen.
Mota erwartet entsprechend einen anspruchsvollen Gegner. Wiesbaden verfüge über viel körperliche Präsenz und gefährliche Angreifer. Besonderen Wert legt der Waldhof-Coach deshalb auf die Zweikämpfe sowie das Verhalten bei ersten und zweiten Bällen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und eine Strategie festgelegt. Wir werden alles versuchen, um die 3 Punkte zu holen.“ Für beide Mannschaften besitzt die Partie damit früh in der Saison eine besondere Bedeutung. Wiesbaden wartet noch auf den ersten Sieg, Mannheim will eine dritte Niederlage in Serie unbedingt verhindern. An Unterstützung dürfte es den Gästen dabei jedenfalls nicht mangeln.



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