Start Vereine Fortuna Düsseldorf Drittligisten machen Druck: Regionalliga-Reform darf nicht länger warten

Drittligisten machen Druck: Regionalliga-Reform darf nicht länger warten

Foto: Derbystar

Die Geduld der Drittligisten ist spürbar am Ende. Acht Jahre nach der Einführung eines vierten Abstiegsplatzes wächst in der 3. Liga der Druck auf die Verantwortlichen der Regionalligen, endlich eine verbindliche Reform umzusetzen. Die 20 Clubs haben sich nun mit einer gemeinsamen Erklärung klar positioniert und fordern eine Entscheidung statt weiterer Verzögerungen.

Drittligisten erhöhen den Druck

Die Diskussion um eine Reform der Regionalligen bleibt eines der zentralen Themen im deutschen Fußball. Im Rahmen der Managertagung der 3. Liga am 28. und 29. Juli haben sich die 20 Clubs erneut mit der festgefahrenen Aufstiegsregelung beschäftigt und ihre Erwartungen in einem gemeinsamen Statement unmissverständlich formuliert.

Aus Sicht der Vereine hat die 3. Liga ihren Beitrag zu einer Lösung bereits vor Jahren geleistet. Mit der Einführung eines vierten Abstiegsplatzes im Jahr 2018 seien erhebliche sportliche Nachteile und eine deutlich schwierigere Saisonplanung bewusst in Kauf genommen worden. Dieser Schritt sei im Vertrauen erfolgt, dass auf Ebene der Regionalligen im Gegenzug eine nachhaltige Reform auf den Weg gebracht werde. Genau diese Entwicklung lasse jedoch bis heute auf sich warten.

Klare Forderung nach einer fairen Lösung

Die Clubs machen deutlich, dass es nun eine dauerhaft tragfähige und sportlich gerechte Aufstiegsregelung braucht. Das Ziel müsse eine einheitliche Lösung innerhalb der bestehenden Regionalliga-Strukturen sein, die allen Beteiligten Planungssicherheit verschafft.

Dabei verweisen die Vereine auf die beiden bereits vorliegenden Reformmodelle. Beide Konzepte greifen den Grundsatz auf, dass die jeweiligen Meister den Aufstieg schaffen sollen. Aus Sicht der Drittligisten ist nun der Zeitpunkt gekommen, über diese Vorschläge demokratisch abstimmen zu lassen und das Ergebnis anschließend konsequent umzusetzen.

Erfolgsmodell sieht eigenen Beitrag als erfüllt

In ihrer Erklärung unterstreichen die Clubs zugleich die Entwicklung der 3. Liga in den vergangenen Jahren. Die Spielklasse habe sich zu einer der erfolgreichsten Profiligen Europas entwickelt und genieße sowohl national als auch international hohe Anerkennung. Neben ihrer wirtschaftlichen Stabilität und der Attraktivität für Fans, Medien und Sponsoren spiele sie vor allem als Plattform für die Entwicklung junger Talente eine wichtige Rolle.

Gerade deshalb sehen die Vereine ihre Verantwortung bereits erfüllt. Mit dem zusätzlichen Abstiegsplatz habe die 3. Liga ihren Teil zur Reformdebatte beigetragen. Nun liege es an den Entscheidungsträgern auf Regionalliga-Ebene, den seit Jahren angekündigten Reformprozess endlich abzuschließen.

Die gemeinsame Erklärung der 20 Drittligisten zeigt, dass die Geduld der Vereine zunehmend schwindet. Nach jahrelangen Diskussionen soll die Regionalliga-Reform nicht länger ein offenes Versprechen bleiben, sondern in eine verbindliche Entscheidung münden. Der Ball liegt nun bei den zuständigen Gremien.

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