,

„Puls von 200“: Fortuna-Keeper Lord erklärt kuriosen Patzer

Fortunas 2:1-Erfolg gegen Duisburg stand unmittelbar vor dem Schlusspfiff noch einmal auf der Kippe. Torhüter Louis Lord verursachte in der sechsten Minute der Nachspielzeit durch einen ungewöhnlichen Fehler einen indirekten Freistoß und ermöglichte dem Gegner damit unverhofft die Chance auf den späten Ausgleich. Nach der Partie nahm der 22-Jährige die Szene auf seine Kappe.

Indirekter Freistoß bringt Fortuna noch einmal in Bedrängnis

Sportlich schien das Derby bereits entschieden. Düsseldorf führte mit 2:1, die letzte Minute der Nachspielzeit war angebrochen und viel deutete darauf hin, dass Fortuna den Vorsprung über die Zeit bringen würde. Dann rückte ausgerechnet Louis Lord noch einmal in den Mittelpunkt. Der Torhüter hatte den Ball zunächst auf dem Boden abgelegt, nahm ihn anschließend jedoch wieder mit den Händen auf. Schiedsrichter Patrick Schwengers wertete die Aktion als Regelverstoß und sprach Duisburg einen indirekten Freistoß zu.

Damit bekam der MSV aus rund 16 Metern plötzlich noch einmal eine aussichtsreiche Gelegenheit. Düsseldorf zog nahezu die komplette Mannschaft vor dem eigenen Tor zusammen. Der folgende Abschluss von Casar geriet allerdings zu zentral. Lord hielt den Ball fest und wenige Augenblicke später war die Partie beendet.

Lord erklärt seinen folgenschweren Moment

Nach dem Abpfiff schilderte der Keeper, wie es überhaupt zu der Situation gekommen war. Nach seiner Darstellung hatte er einen Gegenspieler zunächst nicht wahrgenommen. Erst durch den Hinweis eines Mitspielers sei ihm die Gefahr bewusst geworden, woraufhin er sich wieder auf den Ball geworfen habe. Dabei habe er verhindern wollen, dass der Gegner an die Kugel kommt und möglicherweise eine noch gefährlichere Situation entsteht.

Dass aus seiner Reaktion stattdessen ein indirekter Freistoß resultierte, sorgte beim 22-Jährigen für erheblichen Stress. Lord sprach anschließend von einem „Puls von 200“ und ärgerte sich darüber, eine eigentlich kontrollierte Schlussphase selbst noch einmal unnötig spannend gemacht zu haben. Seine Entschuldigung an Mannschaft und Fans verband der Schlussmann zugleich mit der Hoffnung, dass ihm ein solcher Fehler nicht noch einmal unterläuft.

Trainer Ende erwartet nachhaltigen Lerneffekt

Auch Trainer Ende konnte die Szene nach dem Sieg mit etwas Abstand einordnen. Für ihn dürfte die Erfahrung vor allem einen bleibenden Effekt haben: Künftig werde Lord vermutlich sehr genau prüfen, was um ihn herum passiert, bevor er einen bereits kontrollierten Ball wieder freigibt. Dass die Aktion ohne Folgen blieb, erleichterte die Aufarbeitung erheblich. Bei einem Duisburger Treffer wäre aus einem kuriosen Moment schließlich ein spielentscheidender Patzer geworden.

So aber blieb es beim 2:1 für Düsseldorf und damit beim ersten Derbysieg der Saison. Lord dürfte die Schlussminute trotzdem nicht allzu schnell vergessen. Für Fortuna ist entscheidend, dass die unnötige Zitterpartie am Ende weder Punkte noch den Derbyerfolg kostete.

DEINE MEINUNG ZÄHLT

Diskussion eröffnen

Sachlich, fair und direkt über die 3. Liga diskutieren.

0
Noch keine KommentareSei der Erste, der seine Einschätzung teilt.
MITDISKUTIEREN

Kommentar schreiben

Alle Kommentare werden vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

Erscheint als Vereinsplakette neben deinem Namen.

8–2.500 Zeichen · maximal 2 Links