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2:0 verspielt: Waldhof erlebt in Havelse erneut einen bitteren späten Einbruch

Foto: Waldhof X

Der SV Waldhof Mannheim hat beim TSV Havelse eine kaum noch für möglich gehaltene Niederlage kassiert. Trotz einer frühen 2:0-Führung und zweier parierter Elfmeter von Luc Nijhuis unterlagen die Kurpfälzer mit 2:3. Havelse feierte durch die späte Wende seinen ersten Saisonsieg.

Mannheimer Doppelschlag hält nur zwei Minuten

Nach dem Pokal-Aus gegen den 1. FC Kaiserslautern veränderte Waldhof-Trainer Rui Mota seine Anfangsformation auf drei Positionen. Okeke, Thill und Goncalo Gregorio rückten für Polte, Ulbricht und Müller in die Mannschaft. Die Umstellungen schienen sich zunächst auszuzahlen, denn Mannheim bestimmte die Anfangsphase und ließ die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. In der 21. Minute schlug sich die Überlegenheit auch im Ergebnis nieder. Thill leitete den Angriff mit einer Verlagerung auf Bierschenk ein, dessen Zuspiel Goncalo Gregorio zur Führung verwertete. Nur zwei Minuten später überraschte Mannheim die noch ungeordnete Havelse-Abwehr mit einer schnell ausgeführten Ecke. Thill erhielt den Ball von Asallari zurück und erhöhte auf 2:0.

Der vermeintlich komfortable Vorsprung hatte allerdings nicht lange Bestand. Guiddir, der ebenso wie Mausehund neu in die Havelse-Startelf gerückt war, verkürzte bereits in der 25. Minute nach einem Pass von Tugbenyo. Innerhalb von nur vier Minuten waren damit drei Treffer gefallen – und die zuvor einseitige Begegnung war wieder offen.

Nijhuis verhindert zweimal den Ausgleich

Havelse übernahm nach dem Anschlusstreffer zunehmend die Initiative. Wriedt brachte den Ball in der 36. Minute zwar im Mannheimer Tor unter, stand dabei jedoch im Abseits. Kurz vor der Pause bekam der TSV dann die große Gelegenheit zum Ausgleich. Schiedsrichter Koji Takasaki bewertete eine Grätsche von Kapitän Klünter gegen Guiddir als Foul, obwohl der Mannheimer dabei offenbar zunächst den Ball getroffen hatte. Nijhuis ließ sich von der umstrittenen Entscheidung nicht aus der Ruhe bringen und parierte den schwach geschossenen Elfmeter von Berger.

Auch nach dem Seitenwechsel rückte der Waldhof-Torhüter in den Mittelpunkt. Zunächst rettete er stark gegen Mausehund, wenig später verursachte er jedoch selbst einen Strafstoß, als er den durchgebrochenen Guiddir zu Fall brachte. Diesmal trat Wriedt an. Nijhuis wehrte auch den zweiten Elfmeter ab, konnte den Ball aber nicht festhalten. Wriedt reagierte am schnellsten und verwertete den Abpraller in der 56. Minute zum 2:2.

Sommer vollendet die späte Wende

Nach dem Ausgleich verlor die Partie deutlich an Tempo. Mannheim fand offensiv kaum noch Lösungen, während Havelse bis in die Schlussphase hinein ebenfalls nur selten gefährlich wurde. Drei Minuten vor dem Ende nutzten die Niedersachsen dann ihre entscheidende Gelegenheit. Berger schlug eine Flanke in den Strafraum, Sommer gab dem Ball per Kopf die entscheidende Richtung und ließ Nijhuis keine Abwehrchance. Der Treffer zum 3:2 bescherte Havelse die ersten Punkte der Saison und machte die Mannheimer Enttäuschung komplett.

Für den Waldhof ist vor allem die erneute Entwicklung nach einer deutlichen Führung alarmierend. Bereits beim 3:3 in Rostock hatte die Mannschaft einen Zwei-Tore-Vorsprung nicht verteidigen können. In Havelse kostete der Einbruch diesmal sogar alle drei Punkte. Am kommenden Samstag um 14 Uhr empfängt Mannheim den SC Verl. Havelse tritt zeitgleich bei Preußen Münster an.

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